Haus & Grund Wesel rät, Ärger über Grill-Belästigungen zu vermeiden

Rücksicht nehmen : Wenn Grillgeruch dem Nachbarn in die Nase steigt

Der Eigentümerverband Haus & Grund Wesel rät, das Gespräch zu suchen, um Ärger über Belästigungen zu vermeiden.

Grillfans nutzen am liebsten jeden Sommerabend, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Aber: „Rauch und Grillgeruch dürfen die Nachbarn grundsätzlich nicht belästigen“, erklärt Bernhard Krahwinkel, Vorsitzender von Haus & Grund Wesel, und fügt hinzu: „Falls die Nachbarn sich belästigt fühlen, kann das Grillen als Ordnungswidrigkeit zu einer Geldstrafe führen.“ Um das zu vermeiden, sollte man im Vorhinein das Gespräch suchen. Dann können sich die Nachbarn auf den Grillabend einstellen und rechtzeitig ihre Fenster schließen.

Krahwinkel räumt mit einem häufigen Irrtum auf. „Es gibt keine klare Regelung, wie oft im Jahr das Grillen erlaubt ist“, erklärt der Jurist. „Die Rechtsprechung hat im Laufe der Jahre ganz unterschiedliche Urteile dazu gefällt, was Nachbarn dulden müssen und was nicht.“ Daher sollte man einen Rechtsstreit besser vermeiden und mit den Nachbarn sprechen, wie viel Grillen für sie in Ordnung geht.

Klar geregelt ist allerdings: Ab 22 Uhr muss die Grillparty die Nachtruhe der Nachbarn respektieren. Tipp: „Wer ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn pflegt und sie zur Grillparty einlädt, kann das Problem mit Lärm oder Geruchsbelästigung elegant umschiffen.“

Wer im Mehrfamilienhaus auf Balkon oder Terrasse grillen will, braucht einen Elektrogrill. „Ein Holzkohlegrill auf dem Balkon ist allein schon wegen der Brandgefahr nicht erlaubt“, warnt Krahwinkel. „Vor dem elektrischen Grillabend sollte man trotzdem einen Blick in die Hausordnung und den Mietvertrag werfen. Darin ist nämlich mitunter das Grillen auf dem Balkon oder im Garten komplett untersagt.“

(RP)