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Wesel: Haus Esselt ist im Mai fertig saniert

Wesel : Haus Esselt ist im Mai fertig saniert

NRW-Kultusministerin Christina Kampmann machte sich gestern ein Bild vom Otto-Pankok-Museum in Drevenack. Sie lobte den "sehr massiven Einsatz" des Weseler SPD-Landtags-Abgeordneten Norbert Meesters für Fördergeld.

Es bewegt sich viel am Kleinod im Grünen. Bauarbeiter tummeln sich am abgesperrten Haus Esselt. Lkw-Reifen haben die Zufahrt zum Otto-Pankok-Museum zur matschigen Pfützen-Landschaft aufgewühlt. Die Unbillen sind beabsichtigt, und ihr Ende ist abzusehen. Im Mai soll das Gutshaus, in dem der Künstler Otto Pankok mit seiner Frau Hulda und Tochter Eva lange lebte, fertig saniert sein. Das Dach wird jetzt noch neu gedeckt, die Fassade in ihren historischen Zustand gebracht. Und die zugigen, alten Fenster werden abgedichtet. Der Fortschritt gefiel gestern NRW-Kultusministerin Christina Kampmann, die in erster Linie gekommen war, um sich die Sanierung und Erweiterung der Museums-Scheune erläutern zu lassen. In die steckt das Land 900.000 Euro. Später ging es dann in einer Sitzung in Düsseldorf um die Vorentscheidung für weitere Mittel aus dem Regionale-2016-Projekt, mit dem das Museum gefördert wurde und weiterhin wird.

Und weil gerade Landtagswahl-Zeit ist, gab Düsseldorfs lässigste Ministerin, leger in Lederjacke und enge Jeans gekleidet, gleich großes Lob an den hiesigen SPD-Landtagsabgeordneten Norbert Meesters weiter. "Er hat sehr massiven und erfolgreichen Einsatz für die Finanzierung des Pankok-Projekts gezeigt", sagte sie. In der Tat schwört auch die Otto-Pankok-Stiftung auf den Weseler Landespolitiker. Der hatte die zähe Arbeit der ehren- und hauptamtlichen Mitstreiter über Jahre unterstützt und am Ende mit der Übernahme des offenen Teils der Betriebskosten durch das Land Erfolg vermeldet. Dies verschaffte der Stiftung Sicherheit und versetzte sie in die Lage, ihr Konzept zu realisieren. Jährlich schießt das Land nun 70.000 Euro zu.

Das wäre alles nichts ohne die operative Arbeit vor Ort. Stiftungsvorstand Wolfgang Matenaers sagte in seiner Begrüßung: "Geschäftsführerin Katrin Reuscher hat rundum fürsorglich dafür gesorgt, dass dies alles auf den Weg gebracht wurde. Das ist ein Glück für den Vorstand." Eine positive Botschaft, die auch bei Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann und dem Kreis-Dezernenten Michael Maas ankam. Die Reihen zu schließen für das weitere Projekt ist nötig. Denn nun geht es an den Kern, den Ausbau und die Renovierung der Museumsscheune, die heute die Ausstellung, die Bildungswerkstatt und das Archiv des opulenten Werks von Otto und Eva Pankok umfasst. Die Entwurfsplanung liegt vor, und die Arbeiten sollen noch dieses Jahr beginnen. 900.000 Euro Fördergeld sind die Basis für das 1,25-Millionen-Vorhaben. Die Stiftung muss 125.000 Euro finanzieren, für die noch bestehende Lücke sind weitere Förderquellen angezapft. Ein Teil der Ausstellung wird dann in Haus Esselt zu sehen sein. Für dessen Umbau war der Spatenstich im November 2016, die Fertigstellung wird wegen der Witterungsbedingungen leicht verzögert sein. Für Besucher wird das teils original ausgestattete Gutshaus zugänglich sein, wenn das Museum wegen der Bauarbeiten geschlossen ist. Außerdem kann man sich mit dem urigen Garten und dem Park befassen. Ein Landschaftsrucksack soll den kreativen Umgang mit der Idylle erleichtern, die Otto Pankok so mochte.

Schon jetzt schätzt die Ministerin den Ort, der zeige, dass die Kulturlandschaft nicht nur in den Metropolen blühe. Museumsleiterin Annette Burger zeigte ihr bei einem Rundgang, wie vielfältig und modern Otto Pankoks Schaffen ist.

(RP)