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Wesel: Handel hält vier Shopping-Sonntage für ausreichend

Wesel : Handel hält vier Shopping-Sonntage für ausreichend

Vier verkaufsoffene Sonntage locken seit Jahren in die Weseler Innenstadt. Nun könnten es doppelt so viele werden, wenn die neue Landesregierung das wahr macht, was sie angedacht hat: acht verkaufsoffene Sonntage im Jahr zu ermöglichen. In Wesel winkt man angesichts dieses Vorhabens ab.

Weder der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Wesel, Wolfdietrich Degler, noch City-Manager Thomas Brocker und SPD-Fraktionschef Ludger Hovest sehen eine Veranlassung dafür, den eingependelten Rhythmus in der Rheinstadt zu ändern. "Die Festschreibung auf vier verkaufsoffene Sonntage ist mehr als ausreichend", sagt Degler, der darüber auch schon mit seinen Einzelhändlerkollegen gesprochen hat.

Sie waren Anfang des Jahres schier entsetzt, als der Einzelhandelsverband den Vorstoß wagte, zwölf solcher Sonntage ins Auge zu fassen. "Da gab's Alarm am Telefon", sagt Degler. Schließlich gebe es in Wesel noch viele inhabergeführte Läden. Da könne man es sich nicht erlauben, einen Sonntag im Monat zu opfern. Auch Thomas Brocker hält die jetzige Anzahl für völlig ausreichend. "So, wie es ist, hat es sich bewährt", findet der Wesel-Marketing-Geschäftsführer. Denn die verkaufsoffenen Sonntage sind allesamt mit mindestens einer weiteren Veranstaltung verbunden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Linz sagt zum Thema: "Nicht die Masse, sondern eher die Attraktivität der begleitenden Veranstaltungen hilft, den örtlichen Einzelhandel zu stärken. Das Verkaufserlebnis, verbunden mit kulinarischen und sonstigen ergänzenden Angeboten, sowie unsere ansprechende Fußgängerzone unterstützen den örtlichen Einzelhandel dabei, dem anonymen Internet Konkurrenz zu bieten."

(P. H.)