Hamminkeln: Hamminkelner Technik in Hamburger Kraftwerk

Hamminkeln: Hamminkelner Technik in Hamburger Kraftwerk

Familienunternehmen in zweiter Generation mit Sitz an der Industriestaße hat vom Energieriesen Vattenfall Großauftrag für Trockenascheförderer erhalten.

Die geheimen Champions der Wirtschaft sind manchmal näher als man erwartet. Jetzt meldet eine Hamminkelner Firma mit Sitz an der Industriestraße einen besonderen Erfolg mit erstklassiger Technologie, die einen Großen der Energiebranche überzeugt hat. Die Firma Micontec GmbH hat einen ersten Auftrag zur Lieferung des von ihr entwickelten Trockenförderers mit der Bezeichnung InoDRYerhalten. Energieriese Vattenfall hat zwei der Geräte für das Kohlekaftwerk im Hamburger Stadtteil Moorburg geordert.

Micontec-Vertriebsleiter Rafael Moreno freut sich darüber, dass man vom Betreiber Vattenfall den Auftrag ergattert hat, zur Weiterförderung der Brennkammerasche beider Kraftwerksblöcke in Moorburg ab 2018 zwei Trockenförderer zu liefern. "Die verbesserte Technologie und Zuverlässigkeit unserer Förderer hat die verantwortlichen Techniker im Kraftwerk sofort überzeugt", so Dr. Moreno. "Wir stehen zurzeit zusammen mit einem Vertriebspartner in Verhandlungen für weitere Projekte zur Trockenentaschung sowohl in Europa als auch in Asien und erwarten in Kürze weitere Aufträge." Die erste Referenz der sogenannten InoDRY-Technologie in Deutschland durch den Vattenfall-Auftrag bewertete er als "wichtiger Meilenstein für uns".

Bisher ist die Hamminkelner Firma vor allem in der sogenannten Nassförderung erfolgreich und hat dafür viele Referenzen in Deutschland und dem benachbarten Ausland. Wie beispielsweise in den Niederlanden, wo etwa mit dem "PNE Premium" mit vier Metern Förderbreite drei der weltweit größten Plattenband-Nassentschlacker erfolgreich im Einsatz sind.

Die von Bernhard Michelbrink gegründete Micontec GmbH aus Hamminkeln kann auf mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Fördertechnik zurückgreifen und ist heute ein in zweiter Generation geführtes Familienunternehmen mit rund 20 Mitarbeitern.

Am Firmensitz in Hamminkeln entwickeln und konstruieren die Ingenieure und Techniker vor allem Plattenband- und Kratzförderer zum Transport von Reststoffen, wie Asche und Schlacke von Müllverbrennungsanlagen sowie von Kohle- und Biomassekraftwerken. Neben dem Engineering und der Abwicklung der Aufträge werden auch die Schlüsselkomponenten für die Förderanlagen in der eigenen Fertigung an der Industriestraße produziert.

Wie vielen anderen Unternehmen im Maschinenbau fällt es auch Micontec aktuell schwer, für seinen Wachstumskurs gut ausgebildete Mitarbeiter und geeignete Fachkräfte für die Konstruktion, Fertigung und Auftragsabwicklung zu finden. Deshalb baut man im Hinblick auf die Zukunft seit einiger Zeit auch auf Ausbildung im eigenen Betrieb. www.micontec.de

(RP)