Hamminkeln: Was mit dem sanierungsbedürftigen Schloss Ringenberg passiert

Hamminkeln : Kulturraum an Schloss Ringenberg interessiert

Der Kulturraum Niederrhein könnte in die Nutzung des Schlosses einsteigen. Es gab erste Gespräche.

Erstmals rechtsrheinisch startet die Muziek Biennale Niederrhein des Kulturraum Niederrheins am Freitag, 31. August, ab 18.30 beim Sommerton-Festival in der malerischen Umgebung des Wasserschlosses Diersfordt. In den kleinen Weseler Ortsteil holen die rührigen Organisatoren die Musikkulturen und Musiker der Welt. Der neueste Blick des Kulturraum-Vereins geht noch ein Stück weiter ins Rechtsrheinische – zum Schloss Ringenberg. Dort steht mit Auslaufen der Förderung nicht fest, ob es eine Nachfolge für das deutsch-niederländischen Stipendiaten-Projekt gibt und wie es personell weitergeht. Kuratorin Gudrun Bott geht in den Ruhestand, Christoph Schmidt-Rotthauwe hört als Vorsitzender der Derick-Baegert-Gesellschaft auf. Vor der Senioren-Union bekundete Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) kürzlich, es fehlte die zündende Idee für die Zukunft des Schlosses Ringenberg. Nun gibt es Hoffnung. Eine Partnerschaft mit dem Kulturraum Niederrhein mit Sitz im linksrheinischen Kempen wird debattiert.

Geschäftsführerin Ingrid Misterek-Plagge war jetzt im Rathaus, um eine Kooperation auszuloten. Bernd Romanski sprach anschließend von einem „guten Gespräch, das neue Perspektiven aufgezeigt hat“. Dabei gehe es um Kunst und künstlerische Aktivitäten – und auch darum, Kunst näher an den Bürger zu bringen. Vereinbart ist, 2019 ein Symposion unter dem Stichwort „Quo vadis, Schloss Ringenberg?“ zu veranstalten. Dabei soll es um kulturelle Inhalte gehen, und um die anstehende Neukonzeptionierung. Denn die Fortführung der Arbeit im sanierungsbedürftigen Schloss funktioniert, wie berichtet, nicht ohne Fördergeld. Und das gibt es nicht ohne ein schlüssiges Nutzungs- und Betreiberkonzept.

„Wir brauchen ein nachhaltiges Konzept. Das ist nur im Einklang mit den Vereinen möglich“, betont Romanski. Konsequenterweise dürfte dies mit einem personellen Neuanfang gekoppelt werden, und der weiteren Kooperation mit der Baegert-Gesellschaft, mit der ein Vertrag bis 2020 besteht. Mit dem Rückzug des Vorsitzenden ist ohnehin eine Nachfolge nötig, etwa eine Besetzung mit einer mit Ringenberg kulturell verbundenen Person. Ehrenamtlich ist das Projekt Zukunft aber nicht zu stemmen. Eine professionell besetzte Stelle für Ringenberg gilt daher als nötig. Der 1992 aus einer privaten Bürgerinitiative hervorgegangene Verein ist inzwischen in den Kreisen Kleve, Viersen, Wesel und dem Rhein-Kreis Neuss engagiert, um den Niederrhein kulturell zu fördern.