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Hamminkeln und Schermbeck pflanzen Bäume für die Einheit

Pflanzaktionen in Schermbeck und Hamminkeln : Bäume für die Einheit gepflanzt

Hamminkeln und Schermbeck beteiligten sich an einer bundesweiten Idee.

An der bundesweiten Aktion „Einheitsbuddeln“ haben sich an den vergangenen beiden Tagen auch die Städte Hamminkeln und Schermbeck beteiligt. In Hamminkeln war der Zuspruch zur Aktion im Vorfeld groß. „Innerhalb von weniger als 24 Stunden waren die 42 Bäume vorgemerkt“, berichtet Klimamanagerin Mandy Panoscha. Am Freitag hatten die Baumpaten die Möglichkeit, den Baum selbst oder mit fachmännischer Unterstützung einzupflanzen. Bürgermeister Bernd Romanski läutete das Buddeln am frühen Nachmittag selbst ein. Die Feuerwehr aus Dingden machte ebenso mit wie zum Beispiel die Politik. Der CDU-Stadtverband etwa setzte am Sportplatz eine Schwarzkiefer.

In Schermbeck beteiligte sich am Tag der Deutschen Einheit auch eine Gruppe engagierter Bürger, die der Schermbecker Bauunternehmer Hubert Schwan kurzfristig für eine Baumpflanzaktion gewinnen konnte. Unterstützung gab es vom Schermbecker Klimaschutzmanager Thomas Heer. Eigentlich wollte Hubert Schwan die Bäume auf der Fläche eines befreundeten Unternehmers im Schermbecker Lichtenhagen pflanzen, aber diese Fläche liegt in einem Naturschutzgebiet, in dem Privatleute keine Pflanzungen vornehmen dürfen. Architekt Matthias Funke konnte in Emmelkamp, einem ehemaligen Ortsteil der Gemeinde Altschermbeck, den Randstreifen seiner Wiese am Emmelkämper Weg zur Verfügung stellen. Etwa 40 Freunde und Geschäftspartner beteiligten sich am Tag der Deutschen Einheit an der Pflanzaktion. Zwischen den Obstbäumen wurden die von der Firma Schwan-Bau gesponserten Weißdorn-, Feldahorn- und Sanddornstecklinge gepflanzt, aus denen eines Tages eine geschlossene Hecke entstehen soll.

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„Wir müssen nicht gegen die Natur kämpfen, weil wir ein Teil von ihr sind und mit ihr in einer Symbiose leben“, begründete Hubert Schwan seine Bereitschaft, die von Schleswig-Holstein in diesem Jahr ausgegangene Empfehlung zum Einheitsbuddeln zu unterstützen. In seiner Festrede bedauerte Hubert Schwan, dass sich 30 Jahre nach dem Ende der nationalen Teilung derzeit ein Teilung der Gesellschaft anbahne. Als Beispiel nannte er die Klimadiskussion, die Altersabsicherung der Menschen sowie die Flüchtlings- und Einwanderungspolitik. Optimistisch blickte Schwan in die Zukunft. Der Mensch habe in der Vergangenheit bewiesen, dass er in der Lage sei, großartige Dinge zu erschaffen. „Also sollte es auch möglich sein“, folgert Schwan, „dass er ein neues, zeitgemäßes, regenerierendes und revitalisierendes Verhaltensmuster entwickelt, um die Biodiversität auf diesem Planeten zu stabilisieren und so gut wie möglich wieder herzustellen.“

Parallel zur Pflanzaktion im Emmelkamp fand jenseits der ehemaligen Grenze zwischen der DDR und der BRD in Thüringen eine Pflanzung von Obstbäumen statt, an der sich Hubert Schwans Geschäftsfreund Jürgen Kunz beteiligte. Beide verabredeten, auf diese Weise den Einheitsgedanken zu stärken.

Ein ähnliches Einheitsbuddeln schwebt auch dem Klimaschutzmanager Thomas Heer fürs kommende Jahr vor. Eine große öffentliche Pflanzaktion stellt er sich vor.