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Hamminkeln: Tennishalle steht zum Verkauf

Hamminkeln : Tennishalle steht zum Verkauf

Die drei Eigentümer der Tennishalle an der Güterstraße möchte das Objekt veräußern – für knapp 500.000 Euro.

Auf einschlägigen Internetseiten ist unter der Rubrik „Hallen“ und dem Stichwort „Hamminkeln“ unter anderem die Hamminkelner Tennishalle inklusive Gastronomiebetrieb im Gewerbegebiet an der Güterstraße zu finden. Dort wird der rund 2700 Quadratmeter große Gebäudekomplex, der Ende der 70er Jahre errichtet und um die Jahrtausendwende erweitert wurde, aktuell für 490.000 Euro angeboten.

Mehrere Vereine und Privatleute aus Hamminkeln, aber auch Tennisschulen aus Wesel und Bocholt gehören zu den Stammkunden. Es gibt nicht wenige, die jetzt befürchten, dass bei einem Verkauf der neue Eigentümer die Vier-Feld-Halle womöglich anders nutzen könnte und sie sich nach einer Alternativhalle umschauen müssten.

Warum will sich der Eigentümer von dem Objekt trennen? Auf der Homepage der Tennishalle ist im Impressum der Weseler Heiko van Gee als Ansprechpartner vermerkt. Auf Anfrage erklärt er, „dass es neben mir noch zwei weitere Inhaber gibt, die bereits über 70 sind“. Auch er sei mittlerweile um die 60. „Nun wollen wir alle aus privaten Gründen die Halle veräußern, die wir 1997 oder 1998 bei einer Zwangsversteigerung erworben, um die Gaststätte erweitert und auch renoviert haben“, erzählt Heiko van Gee. Unter anderem wurden die Duschen und der Hallenboden erneuert.

Der mit dem Verkauf beauftragte Weseler Immobilienmakler Marc Rottbeck erklärt im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es bereits „mehrere Anfragen“ gegeben habe, der Abschluss eines Kaufvertrages aber nicht absehbar sei. Heiko van Gee und die beiden anderen Eigentümer hoffen, dass ein Interessent mit Bezug zum Tennissport die Halle kauft. „Das wäre jedenfalls im Interesse unserer Abonnenten“, sagt der Weseler. Sollte sich jemand Ende August oder Anfang September für die Halle interessieren, werde man ihm erklären, dass die Halle erst ab Frühjahr 2019 zu verkaufen sei. „Denn von Oktober bis April läuft die Wintersaison. Und das können wir unseren Abonnenten nicht antun.“ Sollte sich jedoch kurzfristig ein Käufer finden, dass könne man nur hoffen, dass die Halle in ihrer jetzigen Form weitergeführt werde. Und wenn nicht? „Wenn der neue Eigentümer etwas anderes vor hat, ja dann müssten wir unsere Abonnenten darüber informieren.“

Dass die Stammkunden die kommende Wintersaison auf jeden Fall noch in ihrer gewohnten Umgebung ihrer Leidenschaft nachgehen können, darauf hofft auch Marion Schmidt. Sie ist zuständig für das Hallenmanagement und damit auch für die Vergabe der Termine. „Wenn die Halle, die sich in einem Top-Zustand befindet, nicht in ihrer jetzigen Funktion erhalten bleiben würde, wäre das schon mehr als schade. Zumal es kaum Ausweichmöglichkeiten in der Region gibt und die Spieler natürlich gerne in ihrem Bezirk bleiben würden“, so Schmidt.

Alle Aktiven in Hamminkeln hoffen, dass wenigsten bis zum Frühjahr alles so bleibt, wie jetzt. „Was danach kommt“, sagt Marion Schmidt, „weiß niemand.“