Hamminkeln: Spaß mit schicker Mode aus zweiter Hand

Gutes und Gebrauchtes in Mehrhoog : Spaß mit schicker Mode aus zweiter Hand

Gutes und Gebrauchtes: Bei der besonderen Schau in der Mehrhooger Begegnungsstätte am Schnellenkamp staunte jetzt so mancher Besucher über das, was der GuGe-Laden alles zu bieten hat.

Gut hundert – zumeist ältere – Damen hatten sich in der Mehrhooger Begegnungsstätte am Schnellenkamp bei strahlendem Sonnenschein eingefunden, um die besondere Modenschau des GuGe-Ladens mitzuverfolgen. „Ich war in dem Laden noch nicht und wollte mal gucken, was es alles Neues gibt“, sagte Gerda Foltin, die wie alle anderen sehr gespannt auf das textile Programm war.

Natürlich waren auch Angehörige der „Models“ da, die, wie Silke Metner vom Verein Mehrhoog hilft bei ihrer siebenjährigen Tochter Lina, sehen wollten, wie diese sich auf dem abgestuft aufgebauten kleinen Laufsteg so schlagen würden. „Sie ist aufgeregt und hat schon am Morgen ihre Fingernägel lackiert“, sagte die 43-jährige Mutter und filmgte später stolz den Auftritt ihrer Tochter mit.

Aber auch die „großen“ Models gingen nicht ohne Lampenfieber auf den Laufsteg. „Ich habe so etwas noch nie gemacht, das hat meine Frau entschieden. An dem Tag war ich nicht da“, scherzte Frank Badey. Der 66-Jährige hatte anschließend aber wie alle eine ganze Menge Spaß und gab später in Abendgarderobe und mit Sektglas eine gute Figur ab. „Das ist ein guter Dressman“, befand die Moderatorin und Organisatorin Heike Kaldewey, stimmte in den Humor-Modus mit ein und zeigte sich, als sie auf ihr Outfit angesprochen wurde, spontan selbst auf dem Laufsteg.

„Als die Begegnungsstätte eröffnet wurde, haben wir hier schon eine kleine Einlage gemacht. Das ist damals so gut angekommen, dass wir gesagt haben: Das war noch nicht alles.“ Und dann guckte man sich bei den Aktiven und Kunden um und machte dann klar, wer bei der Schau Kleidungsstücke vorführen wird.

Acht Damen, zwei Männer und drei Kinder waren es am Ende, die Mode präsentierten, die in dem GuGe-Laden – dem Laden für Gutes und Gebrauchtes – zu erwerben ist: vom eleganten lila Jackett mit klassischer Hose über den kessen Rock mit weißer Weste, lässige Hutkrempen und schwarz-weißem Pullover bis zu Flanelljacken mit Schal. „Du tust mir leid“, sagte Kaldewey zu einem Model angesichts der dazu nun wirklich nicht passenden Temperaturen.

In der Pause konnten sich die Besucher über das, was sie gesehen hatten, austauschen und dabei Kaffee und Kuchen genießen. „Man vermutet das erst gar nicht, aber das ist echt hochwertige Ware“, stellte Michael Möllenbeck, der Vorsitzende des Trägervereins der Begegnungsstätte, fest.

Am Ende der kurzweiligen Veranstaltung in der Mehrhooger Begegnungsstätte am Schnellenkamp gab es für alle Models viel Applaus – und ein dickes Dankeschön inklusive großer Blume für Walburga Kraayvanger, die im Zuge der Flüchtlingsströme 2015 die Idee hatte, gute gebrauchte Sachen zu sammeln und an die Neuankömmlinge weiterzugeben.

Die nächste Veranstaltung am Schnellenkamp findet schon am kommenden Samstag, 20. Oktober, statt: Dann wird der Film „Pottoriginale“ mit einigen Schauspielern und dem aus Mehrhoog stammenden Regisseur Gerrit Starczewski ab 20 Uhr dort zu sehen sein. Dabei handelt es sich um einen Heimat- und Fußballfilm zugleich.

(aflo)