Vorsitzender meldet besorgniserregenden Trend Senioren Union verliert viele Mitglieder

Ringenberg · Die Jahreshauptversammlung fand wieder in Präsenz statt. Dabei machte Vorsitzender Heinz Breuer auf einen besorgniserregenden Trend aufmerksam. Die SU will aber weiter politische Stimme der älteren Generation sein.

Johannes Bauhaus, CDU-Fraktionschef, steht bei der Jahreshauptversammlung am Rednerpult. Daneben sitzt Heinz Breuer, Vorsitzender der Senioren Union.

Johannes Bauhaus, CDU-Fraktionschef, steht bei der Jahreshauptversammlung am Rednerpult. Daneben sitzt Heinz Breuer, Vorsitzender der Senioren Union.

Foto: Thomas Hesse

Die Senioren Union (SU) Hamminkeln ist die größte Vereinigung ihrer Art auf Kreisebene. Dementsprechend groß war der Zuspruch bei der Jahreshauptversammlung im Ringenberger Gasthof Buschmann. Das hat damit zu tun, dass die Gemeinschaft nicht nur über Politik allgemein und Stadtpolitik im Besonderen diskutiert und sich zu Wort meldet. Die SU bietet auch Gemeinsamkeit mit ihren vielen Aktionen und Aktivitäten.

Aber die starke Truppe der Hamminkelner muss um Mitglieder kämpfen. Denn bei der Versammlung berichtete Vorsitzender Heinz Breuer, dass die Mitgliederzahl um 36 auf nun 178 gesunken sei. Die Gesamtzahl ist immer noch hoch, aber die Tendenz ist deutlich.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik weiß, was sie an den Unterstützern und Wahlkämpfern der SU hat, deshalb hatte sie ein vierseitiges Grußwort geschickt, da sie voll im Landtagswahlkampf steckt. Darin beschwört sie die großen Chancen, die Wahl zu gewinnen. Auch wenn die Zeiten für einen befreiten Wahlkampf schlecht sind. „Die Unbeschwertheit fehlt“, sagte Breuer in seiner Eröffnungsrede mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Dazu hatten die Corona-Auflagen den gemeinsamen Unternehmungen enge Schranken gesetzt. Die Mittwochstreffs der Senioren mit Wanderungen, Radtouren und Gymnastik bestehen aber weiter.

Breuer lobte den Einsatz von Mitgliedern bei Mehrhoog hilft und der Kleiderkammer, beim Deutschunterricht für Flüchtlinge und anderes. Und: „Wir sind bereit, politisch unsere Erfahrungen und die Anliegen der älteren Generation einzubringen.“

Geehrt wurde in diesem Jahr auch. Seit 25 Jahren dabei sind Gertrud und Walter Flores, Hermann Krusen, Magdalene van der Linden, Heinz Hewing und Matthias Schulten. 13 Mitglieder gehören der Senioren Union seit 20 Jahren an.

Aus der Stadtpolitik berichtete CDU-Fraktionschef Johannes Bauhaus, der kurz danach zur Ratssitzung in die weiträumige Bürgerhalle Wertherbruch eilte. Er freue sich, wenn Sitzungen wieder im Ratssaal stattfinden würden. Dort habe man mehr Nähe, auch zum interfraktionellen kurzen Austausch bei den diskutierten Themen. Politisch äußerte sich Bauhaus zum Schulbauprojekt an der Diersfordter Straße. Er stellte die Frage, ob ebenso wie beim Grundschulneubau in Mehrhoog die hohen Anforderungen der Montag Stiftung genommen worden seien. Optimale Klassengrößen und Ausstattung seien wichtig, aber die Investitionskosten in Höhe von 30 Millionen Euro auch sehr hoch. „Können wir das alles schaffen, ist das machbar?“, fragte Bauhaus. Das Thema Kosten sei auch wegen der großen Baupreissteigerung schwer einzuschätzen und müsse genau beobachtet werden.

In Hamminkeln gibt es viele Gärten und unter den Senioren sind viele Baumbesitzer. Da interessiert das von den Grünen aufgebrachte Thema Baumschutzsatzung. Das, so Bauhaus, bedeute mehr Verwaltungsaufwand und -personal. Und das sei bemerkenswert, weil die Grünen sich im Rahmen ihrer Haushaltspolitik gegen mehr Personal im Rathaus ausgesprochen hätten. Die SU vertraut deshalb auf den „gesunden Menschenverstand, dass unsere Bürger vernünftig mit der Natur umgehen“ statt auf eine Satzung.

 Johannes Bauhaus CDU-Frakltionschef am Rednerpult und SU-Vorsitzender Heinz Breuer und Ukraine-Solidaritätsflagge - Ort: Saal Gasthof Buschmann Ringenberg

Johannes Bauhaus CDU-Frakltionschef am Rednerpult und SU-Vorsitzender Heinz Breuer und Ukraine-Solidaritätsflagge - Ort: Saal Gasthof Buschmann Ringenberg

Foto: Thomas Hesse

Finanziell vertrauen die Senioren auf Kämmerer Robert Graaf. „Wir kennen ihn und seine Arbeit ja“, hieß es. Dabei ging es unter anderem um Straßenbaubeiträge und den städtischen Anteil. Denn die komplette Übernahme durch das Land sei komplexer, als die zuletzt propagierte Kostenübernahme es nahelegt.

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