Hamminkeln: Senioren-Union bestätigt Heinz Breuer als Vorsitzenden

CDU kündigt Bürgermeisterkandidaten 2020 an : Breuer als Vorsitzender der Senioren-Union bestätigt

Heinz Breuer ist der „Mr. 100 Prozent“ beim Stadtverband Hamminkeln der Senioren-Union (SU). Der 76-Jährige wurde am Dienstag bei der Jahreshauptversammlung mit 62 Ja-Stimmen (eine Enthaltung) als Vorsitzender des 211 Mitglieder zählenden Verbandes bestätigt.

Sein Vize bleibt Klaus Frede. Breuer, der die SU seit 2011 führt, wurde vom anwesenden CDU-Fraktionsvorsitzenden im Rat, Dieter Wigger, als „Aktivposten“ bezeichnet. Die örtliche Senioren-Union insgesamt sei ein wichtiger Faktor für die Partei. Die Fraktion sei thematisch in der Ratsarbeit gut aufgestellt und werde sich personell zur Wahl ebenfalls gut aufstellen.

„Wir werden uns nicht die Blöße geben, keinen Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen. Wer es wird, weiß ich nicht. Da können Sie mich noch so viel fragen“, sagte Wigger. Sollte Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) wieder antreten, was er bisher nicht erklärt hat, wird er also einen CDU-Mitbewerber bekommen.

Dieter Wigger nahm zu aktuellen Fragen Hamminkelns Stellung. Er verteidigte den Vorstoß, die lokalen Steuern zu senken. „Wir hatten das zugesagt, das war folgerichtig und keine Sache für den Wahlkampf 2020“, sagte er. Viele Redebeiträge in der kürzlichen Debatte bei den Grünen um die Bebauung am Rathaus sieht Fraktionschef Wigger als untauglichen Versuch, eine Idylle im Dorf zu bewahren, die es längst nicht mehr gebe. Denn: „Hamminkeln ist kein Freilichtmuseum. Wir als CDU stehen hinter der Planung. Es geht darum, Hamminkeln weiterzuentwickeln.“ Investor ITG sei renommiert, habe unter anderem die Arkaden in Bocholt gebaut. Das Projekt mit Discounter, Fachgeschäften und Wohnungen sieht Wigger als „Abrundung des Zentrums und Stärkung des Einzelhandelstandortes“. Es sei nicht einzusehen, dass Kaufkraft in andere Städte abfließe.

Er beklagte, dass die Ausschreibung für Glasfaser in den Außenbereichen aufgehoben werden musste und dass das Wirtschaftswegekonzept im Stau steht. „Im Rathaus wird viel angefangen. Aber wann etwas daraus wird, wer weiß das schon“, bemerkte er. Für das Schloss Ringenberg lobte der CDU-Fraktionschef das Nutzungskonzept, mit dem das Schloss „näher an das Dorf rückt“.

Mehr von RP ONLINE