1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Hamminkeln: Radweg über Betuwelinie saniert

Lösung gefunden : „Schlampige Arbeit“: Radweg über Betuwelinie in Hamminkeln saniert

Weil sie keine Informationen erhalten haben, waren Anwohner wenig erfreut über die Sperrung des Radweges über die Betuwe-Linie an der Diersfordter Straße. Straßen NRW erklärte, dass die Nachbesserungsarbeiten der Baufirma Bunte nötig gewesen seien.

Im Juli 2019 hatte ein starker Gewitterregen dafür gesorgt, dass die Böschung an der neuen Hamminkelner Brücke über die Betuwelinie auf einer Fläche von mehreren Quadratmetern abgesackt war und das Loch im kombinierten Geh- und Radweg verfüllt werden musste (wir berichteten).  Nun war der Weg  auf der Brücke, der unter anderem von radelnden Schulkindern genutzt wird, plötzlich wieder gesperrt. Die Firma Bunte hat dort Fräsarbeiten durchgeführt. Anwohner hat dies erstaunt. Über die Baumaßnahme waren sie nicht informiert worden.

Andreas Kunert, Mitarbeiter der Abteilung Bauaufsicht bei Straßen NRW, erklärt auf Anfrage, dass die Sanierungsarbeiten bereits nach eineinhalb Tagen beendet werden konnten. „Der Radweg hatte von Anfang an ein falsches Gefälle, das im vergangenen Juli und auch sieben Monate zuvor schon zu Aussprühlungen geführt hatte“, so Kunert. Die von Straßen NRW beauftragte Firma habe da „schlampig gearbeitet“. Die Firma habe also die Kosten tragen müssen. Bei der Abnahme der Maßnahme habe man diesen minimalen Fehler seinerzeit nicht erkennen können, heißt es bei Straßen NRW.

Den Ärger der Anlieger, dass der Radweg während der Baumaßnahme gesperrt wurde, kann Andreas Kunert nicht ganz nachvollziehen. Schließlich habe man eine Umleitung über den Heuweg, der Straße Am schwarzen Wasser, Kastanienallee zur Diersfordter Straße ausgeschildert. Angesprochen auf die Umleitung, bemerkte eine Anwohnerin, dass es den Eltern nicht so recht sei, wenn die Kinder über den Bahnübergang und durch den Wald fahren würden, zumal es dort auch Eichen gebe, die vom Prozessionsspinner befallen seien. Doch weil die Sperrung mittlerweile aufgehoben wurde, ist der Ärger über die ganze Sache bei den Anliegern verraucht.  

(kwn )