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Hamminkeln: Projekt von Klausenhof und Jugendarbeit für politische Bildung

Neues Projekt von Klausenhof und Jugendarbeit : Ein Türöffner in die Politik

Die Akademie Klausenhof und das Team der Jugendarbeit setzen gemeinsam das neue Projekt namens „Open“ um. Es soll in den Ortsteilen helfen, die politische Bildung der jungen Leute voranzubringen. Dabei gibt es drei Bausteine.

„Open“ heißt das Projekt – und es soll so etwas wie ein Türöffner zur politischen Bildung von Jugendlichen vor Ort werden. „Offene Jugendarbeit und politische Bildung gemeinsam engagiert“ untertitelten das Team Jugendarbeit in Hamminkeln und die Dingdener Akademie Klausenhof als Weiterbildungseinrichtung ihr gemeinsames Vorhaben bei der Vorstellung. Am vergangenen Freitag wurde das Projekt intern auf dem Schulhof der Gesamtschule Hamminkeln mit der Auftaktveranstaltung gestartet.

Ziel ist es, die politische Bildung zu stärken und im Denken junger Leute zu verankern. Die Zeiten seien so, dass dieser Ansatz dringend nötig sei, befand bei der Vorstellung Bürgermeister Bernd Romanski. „Die Demokratie wird zurzeit auf eine harte Probe gestellt“, sagte er. Deshalb sei die schon lange laufende Zusammenarbeit von Stadt und Klausenhof so wichtig.

Angeboten wird das Projekt von der Transferstelle Bildung des Vereins Transfer für Bildung mit Fördergeldern der Stiftung Mercator mit Sitz in Essen. Das Projekt „Open“ eröffnet Perspektiven vor Ort; in Hamminkeln sollen die „Stärken und Potenziale der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der politischen Jugendbildung in Nordrhein-Westfalen“ zusammengebracht werden. Neuland ist das in der Stadt keineswegs. Das Team Jugendarbeit und die Akademie Klausenhof hatten bei der Bundestagswahl 2021 schon eine großangelegte, aber nicht in allen Teilen überzeugende Aktion in Dingden gestartet. Das Format brachte unter anderem eine Diskussion mit den damaligen Kandidaten und rund 200 Gesamtschülern ins Veranstaltungszelt. Diesmal soll es übers Debattieren hinausgehen.

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„Die Jugendlichen sollen lernen, dass sie im politischen Alltag etwas beeinflussen können“, sagte Romanski. Denn viele junge Leute würden denken, dass „Politik nichts mit ihrem Leben zu tun hat“, sagte Thorsten Gonska von der Geschäftsbereichsleitung des Klausenhofs. Meinungsbildung, Urteilsfindung und politisches Handeln bei Jugendlichen soll mit der Aktion unterstützt werden. Anders gesagt: „Als Ziel haben sich die Kooperationspartner gesetzt, die Partizipation von jungen Menschen in Hamminkeln zu fördern.“ Und dazu gibt es innerhalb des Projekts drei – auch wissenschaftliche – Bausteine.

Zunächst wird in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Münster bis September 2023 eine sogenannte Sozialraumanalyse erstellt. Sie soll die aktuelle Lebenssituation junger Leute in der Isselstadt untersuchen, ihre Wünsche und Kritik an den Angeboten in der Stadt und mehr erfassen. Die Projektdauer ist bis Oktober 2023 angelegt.

Zweitens folgen zwischen den Sommer- und Herbstferien Stadtspaziergänge. Mit Drittklässlern der OGS (Offenen Ganztagsschule) will man in deren jeweiligen Ortsteilen unterwegs sein, um Lieblingsorte ebenso wie „Angsträume“ zu erkunden. Fotos und Beschreibungen sollen das dokumentieren und am Ende in eine kleine Ausstellung einfließen.

Drittens ist eine Aktion geplant, die unter der Überschrift „1000 für 1000“ steht. Hier geht es um konkrete Projektideen, für die Jugendliche werben können, um eine finanzielle Unterstützung zu erhalten. „Wenn junge Menschen eine Idee haben, was in ihrem Ortsteil fehlt, egal ob ein Konzert, eine Givebox oder ein zentraler Treffpunkt, erhalten sie die Chance, ihr Projekt in die Tat umzusetzen“, heißt es. Insgesamt werden sechs Ideen mit drei mal 500 oder drei mal 1000 Euro unterstützt.