Hamminkeln: Pachtvertrag zwischen Stadt und Innogy läuft fünf Jahre lang

Hamminkeln : Moderne LED-Leuchten im Bauhof

Pachtvertrag zwischen Stadt und RWE-Tochter Innogy läuft über fünf Jahre und sorgt dafür, dass die Stadt Hamminkeln im Jahr gut 7000 Euro Energiekosten spart und 14.300 Kilogramm weniger CO2 ausstößt.

Strom sparen, Geld sparen, CO2 sparen – und dann auch noch Arbeitsplätze schattenfrei und hell gestalten: Genau dieser Plan ist jetzt beim städtischen Bauhof aufgegangen. Der erstrahlt jetzt in LED, zumindest in den Hallen und Büroräumen. Möglich macht das ein Pachtmodell, das die Stadt mit der RWE-Tochter Innogy abgeschlossen hat. Basis der Kooperation ist der Konzessionsvertrag Strom und die darin verankerte energiewirtschaftliche Zusammenarbeit.

Ekrem Akarslan vom Energiedienstleister und Michael van der Linde haben das Beleuchtungskonzept gemeinsam, sogar mit Hilfe von 3D-Planungen, entwickelt, um den Mitarbeitern das Arbeiten unter besserer Beleuchtung zu erleichtern. Die alte Beleuchtung hatte 30 Jahre auf dem Buckel und war an einigen Stellen bereits defekt, weiß Michael van der Linde. Das Pachtmodell beinhaltete von Seiten der Innogy unter anderem die Demontage, Entsorgung alter Leuchten und Lampen und die Installation der neuen Beleuchtungsanlage. Dazu kommen Wartung, Inspektion und Prüfung in den nächsten fünf Jahren.

Vor allem in den großen Hallen des Bauhofs sorgen jetzt LED-Panelen mit 500 Lux an der Decke für Erleuchtung. Für Verwaltungsvorstand Bernhard Payer ein lohnendes Geschäft, das sich für die Stadt gut wirtschaftlich darstellen lässt. Denn pro Jahr - sehr konservativ gerechnet - spart die Stadt rund 7000 Euro Stromkosten,weil die elektrische Leistung von 13 Kilowatt auf fünf Kilowatt reduziert wird, dadurch wird der Energieverbrauch um rund 24.000 Kilowattstunden pro Jahr gesenkt. Und – hier kommt Hamminkeln als Klima-Kommune groß raus – die CO2-Emissionen werden um 14.300 Kilogramm gesenkt.

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Für Innogy ist es nicht das erste LED-Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt. Schon seit einigen Jahren werden immer wieder Straßenlaternen auf die verbrauchs- und umweltfreundlichere Technologie umgerüstet.

Für Verwaltungsvorstand Payer ist der Bauhof sozusagen ein Modellprojekt. Er könnte sich auch bei Schulen und Rathaus eine Kooperation mit Innogy vorstellen. Vorausgesetzt es rechnet sich. Und deshalb bekam er ganz große Ohren, als Innogys Lichtfachplaner Ekrem Akarslan gewaltige Fortschritte der LED-Technik, vor allem beim Thema Gewicht, bei Flutmasten auf Sportanlagen erwähnte. Vielleicht geht da ja auch was.

(auf)
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