Hamminkeln: Neues Pächterpaar hat den Gasthof Majert in Brünen übernommen

Pächterwechsel in Brünen : Gasthof Majert unter neuer Leitung

Ivan und Uma Lukanovic (beide 27) haben kürzlich den Brüner Traditions-Gasthof übernommen und erhalten jede Menge Zuspruch.

Vor einigen Monaten lernte Ivan Lukanovic zufällig einen Vertriebsleiter der Veltins-Brauerei kennen, der ihm den Vorschlag machte, als Pächter die Traditions-Gaststätte Majert in Brünen zu übernehmen. Der gebürtige Kroate und dessen Frau Uma, die sich wegen Bauarbeiten von ihrem gepachteten Restaurant Sendenhorster Bürgerhaus verabschieden wollten, schauten sich der Objekt im Herzen von Brünen an und wussten gleich: „Das hat Potenzial, das machen wir.“

Seit wenigen Tagen sorgen der 27-Jährige und dessen gleichaltrige Frau nun täglich ab 17 Uhr – dienstags ist Ruhetag – für das Wohl ihrer Gäste. Und die Eheleute sind erstaunt, wie gut das Geschäft läuft. „Schon am zweiten Tag war es bei uns richtig voll. Die Schützen kommen, die Bürger aus Brünen essen bei uns, Familienfeiern finden im Saal statt und die Fußballfans schauen bei uns die Spiele auf Sky“, sagt Ivan Lukanovic, der in den vergangenen neun Jahren reichlich Erfahrung im Bereich Gastronomie gesammelt hat. Unter anderem als Servicekraft im Gourmet-Restaurant Villa Medici in Münster.

Weil die Inhaber des Gasthofes, Stefan Loosen und Kerstin Boland, das gastliche Haus vor knapp sechs Jahren aufwendig saniert und umgebaut haben, mussten die Lukanovics kaum etwas ändern. Allerdings haben sie die Speisekarte ein wenig umgestellt, eigene Ideen und Rezepte mit Küchenchef Karsten Pierke abgestimmt. Der steht seit dem Sommer 2013 in der Küche von Majert und hatte zuvor unter anderem im Düsseldorfer Intercontinental an der Kö Erfahrungen gesammelt.

Auch wenn auf der Speisekarte mediterrane (Vor-)Speisen wie Antipasti, Bruscetta, Vitello Tonnato, Fisch und Nudelgerichte stehen, so bestellen die Gäste meist den Grillteller, Cordon Bleu, Schnitzel- und Steakvariationen. „Wir möchten unseren Gästen natürlich immer neue Spezialitäten anbieten. Wir schauen, ob es angenommen wird oder nicht“, sagt Uma Lukanovic, die in ihrer Heimat Kroatien unter anderem eine Ausbildung bei der Grenzpolizei gemacht hat und in ihrer neuen Wahlheimat Deutschland im Restaurant Zur Langst in Ahlen (Westfalen) in die Geheimnisse der Patisserie eingeführt wurde und für die Desserts zuständig ist.

Zum Team gehören neben den Eheleuten, die Eltern eines elf Monate alten Babys sind, und dem Küchenchef noch fünf Aushilfen. „Wir probieren es erst einmal so, auch wenn das sehr viel Arbeit bedeutet“, sagt Ivan Lukanovic. Bis um 17 Uhr die ersten Gäste kommen („Die Brüner sind alle sehr höflich und freundlich“), haben die Pächter alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen. Sollte das Geschäft mit der Gastlichkeit weiter so gut laufen, könnten sich die Lukanovics vorstellen, dauerhaft in Brünen zu bleiben. Zumal sie sich in ihrer Wohnung, die sich über der Gaststätte befindet, sehr wohlfühlen.

Mehr von RP ONLINE