Hamminkeln: Neue Isselbrücke in Ringenberg kommt wohl erst Ende 2021

In Hamminkeln-Ringenberg : Baurecht fehlt: Bahn baut Isselbrücke erst Ende 2021

Die neue Isselbrücke im Zuge der Elektrifizierung der Strecke des „Bocholters“ wird in Ringenberg wohl erst von Juni bis Oktober 2021 gebaut. Diese Auskunft der DB Netz AG hat die Stadtverwaltung Hamminkeln jetzt schriftlich bekommen.

Bei der Projektvorstellung im Bauausschuss im Juni 2018 war die Erneuerung für Mai 2019 angekündigt worden. Begründet wird die Verschiebung insbesondere mit der Tatsache, dass für die Maßnahme noch kein Baurecht vorliegt. Mit dem Thema befasst sich der Planungsausschuss in seiner Sitzung am 15. Mai.

Faktisch sei bislang vom Eisenbahnbundesamt noch keine Plangenehmigung erteilt worden, sagt die Verwaltung. Diese Genehmigung sei aber Grundlage für Ausschreibung und Vergabe der Leistungen. Wie berichtet wird für die Elektrifizierungsmaßnahme der Bocholter-Strecke jetzt auch für den Streckenabschnitt auf Hamminkelner und Weseler Gebiet das Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Zuständige Anhörungsbehörde ist die Bezirksregierung Düsseldorf.

Die öffentliche Auslegung der Planfeststellungsunterlagen findet vom 13. Mai bis 12 Juni statt (Hamminkelner Rathaus, Raum 205). Damit ist das Verfahren nicht im Takt mit dem Abschnitt auf Bocholter Stadtgebiet. Dort ist die Bezirksregierung Münster zuständig, die hat ihren Part der öffentlichen Auslegung schon erledigt. „Obwohl im Vorfeld angekündigt war, dass sich die Bezirksregierungen auf einen gemeinsamen Offenlagezeitraum verständigen, ist dies aus der Stadt nicht bekannten Gründen nicht geschehen“, heißt es seitens der Stadt.

Bei der Ausführung der Arbeiten soll die zeitliche Koordinierung aber gut funktionieren. Beide Strecken-Vorhaben sollen laut Deutscher Bahn Netz AG als „korrespondierende Maßnahmen“ von Juni bis Oktober 2021 erfolgen. Die 16 Kilometer lange Strecke soll mit einer Oberleitung versehen werden. Die Strecke zwischen Wesel und Hamminkeln wird für Tempo 100 ausgerichtet. So soll Zeit gewonnen werden, um den „Bocholter“ ins Ruhrgebiet und nach Düsseldorf fahren zu lassen.

Mehr von RP ONLINE