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Hamminkeln: Nachfrage nach Glasfaser in den Außenbereichen zu gering

Anmeldung noch bis 19. Juni möglich : Hamminkeln hinkt bei Glasfaser hinterher

Bislang nur 46 Prozent der Hamminkelner Haushalte im Außenbereich wollen das schnelle Internet. Die Chance zur Nachfragebündelung besteht noch bis 19. Juni. Auch Marienthal kommt ans Netz. Dafür wollen die Stadtwerke Rhede sorgen.

Mit 46 Prozent Anschlussquote ist Hamminkeln Schlusslicht im Gemeinschaftsprojekt zusammen mit Schermbeck und Hünxe, bei dem es um die Nachfragebündelung für Glasfaseranschlüsse bis zur sprichwörtlichen letzten Milchkanne geht.

Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck hatten sich als Trio eingesetzt, um Fördermittel zu bekommen, damit das Land nicht abgehängt wird. Insgesamt gibt es 28.3 Millionen Euro für den Breitbandausbau.

In Schermbeck wollen 69 Prozent der betroffenen Haushalte auf die Datenautobahn einbiegen, in Hünxe haben bisher 51 Prozent das schnelle Internet gebucht. Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski nannte die Zahlen im Planungsausschuss. Eine Erklärung für die Hamminkelner Zurückhaltung trotz des kostenfreien Schnäppchenangebots hat er nicht. „Die Chance zu diesen Konditionen kommt nicht wieder“, rät er zum Endspurt, die Buchungsfrist bis zum 19. Juni zu nutzen. Bis dann sollten die Haushalte einen Vertrag bei den Providern Muenet und Epcan abgegeben haben. Kontakt ist im Rathaus möglich.

Zur Motivation hat Hamminkelns Verwaltungschef eine entsprechende Videobotschaft auf der städtischen Homepage abgesetzt. Doch wie soll die digitale Werbung dort ankommen, wo erst Internet hinkommen soll? In Hamminkeln gibt es rund 1100 Haushalte, die von den Förderungen profitieren könnten. Die zukunftsfähige Internetverbindung steigere auch den Immobilienwert, hieß es stets.

Hünxes Bürgermeister Bernd Buschmann hat jetzt per Pressekonferenz für den Breitbandausbau geworben. Wie er verweist auch Romanski auf die Förderungsmöglichkeiten. Wer sich nicht anmelde, der verzichte sozusagen auf „ein Geschenk“. Denn bei Erfüllung der Fördermöglichkeiten würde der Glasfaseranschluss quasi geschenkt, durch die Förderung entfallen Kosten für die Kabelverlegung.

Ein anderer Weg wird aktuell eingeschlagen, um Marienthal anzuschließen. Neu ist, dass hier die Stadtwerke Rhede beim Ausbau des schnellen Netzes an Bord sind. Mit ihnen hatte die Stadt schon in Dingdener Außenbereichen zusammengearbeitet – und sehr hohe Anschlussquoten erreicht. Nach den Sommerferien wird es eine Info-Veranstaltung geben, dann startet die vierwöchige Nachfragebündelung. Von den 160 Marienthaler Haushalten müssen 100 Verträge schließen, damit es klappt. Schützenhilfe haben sich die Akteure deshalb beim Bürgerverein Marienthal geholt.