Hamminkeln lädt zum Neujahrskonzert ein

Hamminkeln : Walzer und Polka im Ratssaal

Nach der gelungenen Premiere im Januar wird der Ratssaal wieder zum Konzertsaal. Beim Neujahrskonzert am 6. Januar spielt die M:LW Festival Philharmonie. Karten gibt es bereits.

„Wenn der Radetzky-Marsch nicht gespielt wird, komme ich nicht. Ohne geht es nicht bei einem Neujahrskonzert“, sagte jetzt Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski (SPD). Dem Mann kann geholfen werden. Denn beim Neujahrskonzert am Sonntag, 6. Januar, das um 11 Uhr beginnt, wird es keine Experimente geben. „Es wird geboten, was klassischerweise zu einem solche Ereignis gehört werden will. Wir beschränken uns nicht auf die Komponistenfamilie Strauss, aber der Hauptteil des Programms stammt schon von ihr“, sagt Dirk Klapsing, der Intendant der M:LW Festival Philharmonie. Also ist am 6. Januar auch der Radetzky-Marsch zu hören.

Man setzt ganz auf Publikumsgeschmack und Erwartungshaltung, wenn der Hamminkelner Ratssaal zum zweiten Mal zum Konzertsaal wird. Nach der erfolgreichen Premiere Anfang dieses Jahres liegt die Fortsetzung nahe. Der Saal hat eine gute Akustik und lässt sich mit relativ wenig Aufwand umnutzen. Eine Ausnahme, sonst sind im Ratssaal laut Satzung keine Kulturveranstaltungen erlaubt. Nun werden dort feurige Polkas, bekannte Walzer und heitere Märsche in ausgeprägter Harmonie erklingen, wo mitunter die Vielstimmigkeit der Politik bestimmend ist.

Die M:LW Festival Philharmonie, bestehend aus jungen, erstklassigen Musikern, befindet sich ab Ende 2018 auf Neujahrstournee und hat diesmal Hamminkeln vorausschauend gleich terminiert. Das Orchester, das auf Tuchfühlung zum Publikum im rund 280 Zuhörer fassenden Saal auftritt, hatte zuletzt hör- und sehbaren Spaß an so viel Nähe. Überhaupt ist der Ratssaal für ein solches Konzert in Hamminkeln der wohl einzige passende Rahmen.

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Die schönsten Klänge der Wiener Strauss-Dynastie werden von Marin Panteleev dirigiert. Das Orchester gehört zur „musik:landschaft westfalen“. Es hat schon mehrfach bei der „Klassik im Baumarkt“ in Hamminkeln überzeugt. Solist ist der ungarische Geiger Josef Lendvay. „Er spielt mit der Seele des Zigeuners, ist aber den klassischen Weg gegangen. Das ist eine außergewöhnliche Kombination“, begeistert sich Klapsing. Zum Programm gehören übrigens auch Brahms „Ungarische Tänze“ und die Ouvertüre „La gazza ladra“ von Gioachino Rossini. Eine Qualität, die dem kulturellen Angebot in der Stadt guttut, findet der Verwaltungschef.

Karten gibt es  bei Lotto Biggel, unter der Ticket-Hotline 02861 7038586 oder Mail an info@musiklandschaft-westfalen.de. Der Eintritt kostet 39 Euro.

(thh)
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