Hamminkeln: Hamminkeln-Konferenz soll Weichen für Stadtentwicklung stellen

Hamminkeln: Hamminkeln-Konferenz soll Weichen für Stadtentwicklung stellen

Es ist die ganz, ganz lange Perspektive, die im Namen des Prozesses steckt: "Zukunft Hamminkeln 2030+". Doch sie muss frühzeitig geplant werden. Das Verfahren ist nicht neu, viele Kommunen, etwa Schermbeck und Wesel, haben schon in Workshops und mit den Bürgern Papiere entwickelt, die aufzeigen sollten, wohin die Reise gehen soll.

In Hamminkeln ist ein gewisser Schwung entstanden durch viele Projekte, die lange brach lagen, Probleme (Flüchtlinge, Hochwasser), die schnelle Reaktionen erforderten, und neue Themen, die aufkamen."Je mehr wir die Bürger abholen, umso besser wird das Ergebnis", sagt Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) und meint damit auch, dass nichts mehr zerredet wird, was vereinbart ist. Er verweist auf das Beispiel Bürger für Brünen. Der neu gegründete Verein greift in Arbeitsgruppen die dörflichen Themen auf und hat schon Einiges bewegt. Die Kenntnis vor Ort soll auch in "Zukunft Hamminkeln 2030+" einfließen, zum Beispiel bei Ortsbegehungen, mit Onlinebefragungen und Bedarfsanalysen. Im Herbst 2018 will man wissen, welche Ziele die Zukunftsreise haben soll, welche Konzepte nötig sind und ob und wie man Fördergelder akquirieren kann. Alle Ergebnisse fließen in ein Integriertes kommunales Entwicklungskonzept, kurz Ikek, ein. Eine Art Leitfaden für Maßnahmen und Projekte und Voraussetzung, um Zugang zu Fördermitteln zu erhalten. Im Vorfeld wurden bereits Multiplikatoren - Kultur- , Heimat- und Bürgervereine, Kaufmannschaften usw. - angesprochen. Die Basis soll schließlich breit werden für eine Gesamtstrategie für die Stadt und ihre Ortsteile.

Es geht um die Gestaltung des demografischen Wandels, Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge sowie Wohn- und Lebensqualität. In einer Veranstaltung am 20. März im Rathaus sind zunächst Einschätzungen und Anregungen aus der Bürgerschaft für die Gestaltung und Entwicklung der Stadt gefragt. Das Projekt wird vorgestellt, die Schwerpunkte werden genannt: Raumentwicklung und Städtebau, Zukunft des Wohnens, Attraktivität als Wirtschaftsstandort, Versorgung und Infrastruktur, Mobilität, Freizeit und Naherholung sowie Bürgerschaft und Ehrenamt. Gestaltet wird der Prozess vom Büro Frauns aus Münster sowie durch Post, Welters + Partner aus Dortmund.

(RP)