Hamminkeln: Gesamtschule setzt auf gesundes Essen, das vom Caterer Frank Schwarz aus Duisburg kommt

Gesamtschule in Hamminkeln: Caterer Frank Schwarz aus Duisburg liefert Schülern gesundes Essen

Der Wechsel zum neuen Cateringunternehmen FSSG hat sich gelohnt. 190 Gesamtschülern und Kita-Kindern werden neu versorgt. 70 Prozent sind Bio- und regionale Produkte. Ein Mensarat wacht über das Geschehen.

Das Büfett sieht richtig lecker aus, es verspricht Frische und Vielseitigkeit. Schüler, die zuvor dieses Gericht gebucht haben, langen zu. Lernen macht hungrig, hier in der Mensa der Gesamtschule Hamminkeln können sie Energie tanken. Offensichtlich schmeckt, was geboten wird. Dass es sich um regionale und vielfach Bio-Produkte handelt, war eine Voraussetzung, die die Schulverwaltung der Stadt bei der Ausschreibung gesetzt hat. Eine gute Wahl war es offensichtlich, dass man sich für das Schulverpflegungskonzept der Frank Schwarz Gastro Group (FSGG) aus Duisburg entschieden hat. Rita Nehling-Krüger, zuständig im Rathaus für die Schulen, sagt: „Wir haben sehr konstante Nutzerzahlen. Sonst war es so, dass man beim Mensaessen zu Schuljahresbeginn mit vielen Essern startet, die Resonanz aber zum Schuljahresende abflaut. Das ist aktuell nicht der Fall.“

Seit anderthalb Jahren betreibt das Cateringunternehmen vom Duisburger Großmarkt die Mensa der Städtischen Gesamtschule. Der Kiosk hat außer dienstags in den Frühstückspausen geöffnet und bietet Snacks an. Wenn die Schülerinnen und Schüler nachmittags Unterricht haben, besteht in der sechsten oder siebten Stunde die Möglichkeit zum Mittagessen. Derzeit nehmen 130 Kinder und Jugendliche sowie 30 von zwei ausgelagerten Schulklassen dieses Angebot wahr. Denn bekanntlich gilt es auch den Standort Dingden in der ehemaligen Hauptschule zu versorgen. Hier gibt es aber kein Büfett, hierhin werden vorbestellte Tellergerichte geliefert. „Den zweiten Standort zu bedienen war eine logistische Herausforderung. Aber es funktioniert“, sagt Nehling-Krüger. Ebenso erhalten zwei Kindergärten im Stadtgebiet, die Kita am Bach in Dingden und die der Awo in Mehrhoog, täglich 60 Mittagessen. Alles kommt aus Duisburg, wo der Caterer täglich über 1000 Essen frisch zubereitet und sie „Just in time“ ausliefert.

Verpflegung in der Ganztagsschule zu stellen ist verpflichtend. Und wenn das so ist, sollte man auf gesunde Ernährung achten. Eltern und Kinder honorieren das. In Deutschland besuchen derzeit 2,8 Millionen Schüler eine allgemeinbildende Ganztagsschule. Die Schulträger sind verpflichtet, ihnen ein warmes Mittagessen anzubieten. Dabei soll es nicht nur den ernährungsphysiologischen Bedarf der Kinder decken, sondern vor allem schmecken. Was die Duisburger zu bieten hatten, mundete beim Probeessen, bei dem im Rahmen der Auftragsvergabe mehrere Anbieter ihr Können zeigten. Schüler aßen mit, schließlich haben sie ihre Geschmacksgewohnheiten. „Wir sind zufrieden, der Weg, den wir gewählt haben, ist ein gesunder Weg“, heißt es bei der Schulverwaltung angesichts der Erfahrungen.

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Einen Mensarat gibt es auch. Erstens, um Probleme zu besprechen. Zweitens, um Abläufe zu optimieren. FSGG-Mitarbeiterin Silvia Schulze engagiert sich als Mutter von zwei heranwachsenden Kindern im Mensarat und weiß, wie schwierig es ist, Jugendlichen gesunde Ernährung schmackhaft zu machen.

„Nachdem wir den Caterer gewechselt haben, wollten wir unbedingt ein abwechslungsreiches Angebot für unsere Schülerinnen und Schüler realisieren – mit viel Obst und Gemüse.“ Der Speiseplan selbst ist vielseitig, aber er hat Voraussetzungen zu erfüllen. Die Schüler können sie aus zwei verschiedenen Mittagsmenüs auswählen. Ein Salatbuffet und ein Dessert runden das Angebot ab.

„Unser Speiseplan beruht auf den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung“, sagt FSGG-Projektleiter Sven Schwarz. „Qualität und Nachhaltigkeit im Rahmen einer gesunden Ernährung liegen uns bei der Schulverpflegung besonders am Herzen. Daher lassen wir uns beim Catering auch auf keine Kompromisse ein.“ Das mache sich bezahlt.

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