Hamminkeln: Freibad-Verein hofft auf Landesgeld

Hamminkeln : Freibad-Verein hofft auf Landesgeld

Die Jahreshauptversammlung fand jetzt statt. Anträge unter anderem für den Neubau der Gastronomie werden nun gestellt.

Zur Jahreshauptversammlung des Freibad-Vereins Dingden kamen 26 der aktuell 3982 Mitglieder. Bei den Vorstandswahlen wurde Ulla Terörde für zwei Jahre als Vize-Vorsitzende bestätigt, Andreas Hoffmann wurde zum Beisitzenden gewählt und Werner Hübers-Buchmann zum Kassenprüfer.

Investiert hat der Verein 2017 46.200 Euro. Das Geld war bestimmt für eine neue Heizung, neue Duschen, eine Küche und Gerätschaften wie einen Unterwasserstaubsauger. Das Arbeitsjahr ist noch nicht abgeschlossen. So sollen noch alle Lampen durch energiesparende LED-Leuchtmittel ersetzt werden. In den Umkleiden und Duschräumen wird frisch lackiert und gefliest, die Urinale werden ersetzt. Auch die Kinderspielgeräte werden teils erneuert.

„Das schaffen wir noch 2018, mal sehen, ob Geld übrigbleibt“, sagte Vorsitzender Helmut Wisniewski. Es wäre an der Zeit, für 53 Ehrenamtliche an der Kasse, bei der Aufsicht und für die Rettungsschwimmer der DLRG neue T-Shirts anzuschaffen. Auf denen prangt einheitlich das Logo „Wir sind offen – Freibad Dingden“. Chancen rechnet sich der Verein aus, aus dem Heimat-Förderprogramm des Landes Hilfen zu bekommen. Seit Donnerstag wird an entsprechenden Anträgen gebastelt. Dabei geht es auch um das in diesem Jahr bereits vorgeschlagene Projekt, die Gastronomie im Freibad auch zur Straße hin zu öffnen, was einen Neubau nötig machen würde. Ein Pächter ist dann wegen der Attraktivitätssteigerung besser zu finden. Wisniewski hat schon einen Bauplan entworfen. „Ein Freibad ohne Pommesbude ist wie ein Schwimmbecken ohne Wasser“, sagt er.

Sehr zufrieden ist er mit dem Sommer. 15.605 Badegäste kamen in den neun Wochen, in denen der Freibad-Verein die Regie hatte. Danach betrieb die Stadt das Bad, das noch bis Sonntag geöffnet ist. „So gut war es noch nie, vielleicht mal in den 60er Jahren. Letztes Jahr hatten wir über 11.000 Gäste, das war schon gut“, sagte der Vorsitzende.

Eine Frage des Zusammenhalts der Dingdener. Das der gut ist, zeigt sich an den gemeinsamen Tagesaktionen, die einmal im Jahr stattfinden. Diesmal besuchte der Verein van Nahmens Obstkelterei. Eine Besonderheit erlebten die Aktiven, als ihnen von der Berliner Zeitschrift Umweltbrief Energie ein Monatspreis für das Projekt Solaranlagen und Photovoltaik im Dingdener Bad verliehen wurde.

Das ist ein interessantes Kapitel der Vereinsgeschichte. Früh hat der Verein die Chancen der erneuerbaren Energie erkannt, insgesamt 470.000 Euro mit Hilfe einer 150.000-Euro-Bürgschaft der Stadt investiert. Dass Sonne Geld bringt über Einspeisungsvergütungen, erwies sich schnell. Mit dem Gewinn aus der Energie, Eintrittsgeldern und Jahresbeiträgen werden der Betrieb und die Erhaltung des Freibads finanziert ebenso wie Pacht für die Stadt und für technische Dinge.

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