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Hamminkeln: Ein Weihnachtsbaum im Rathaus mit 174 Kinderwünschen

Hilfe für bedürftige Familien in Hamminkeln : Ein Baum im Rathaus mit 174 Kinderwünschen

Die Kita Arche Noah schmückte den Baum auch mit Wunschkarten der Kinder aus bedürftigen Familien.

291 bedürfte Kinder gibt es nach Angaben der Stadtverwaltung Hamminkeln. Bei vielen von ihnen droht das Fest aber zu einer Enttäuschung zu werden, da sich die Eltern dieser Kinder aus finanziellen Gründen keine größeren Geschenke werden leisten können. 174 dieser Kinder haben aber jetzt dank der Kinderwunschbaumaktion der Stadt Hamminkeln doch eine gute Chance, dass ihr Weihnachtswunsch in Erfüllung geht.

Denn diese Mädchen und Jungen haben ihren Hauptwunsch und einen Ersatzwunsch auf eine Karte geschrieben. Kinder aus den Gruppen „Ranzentreff“ und „Die Halbstarken“ der Hamminklener Kindertageseinrichtung Arche Noah befestigten jetzt diese 174 Karten an dem Weihnachtsbaum im Foyer des Rathauses in Hamminkeln. Zusätzlich schmückten die Kindergartenkinder den Baum auch noch mit selbstgebastelten Sternen.

In der Regel sind es Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren, denen so ein Wunsch im Wert bis zu 25 Euro erfüllt werden kann – in Einzelfällen kann ein Geschwisterkind auch etwas älter sein.

Bürgermeister Bernd Romanski begleitete den Start der mittlerweile 14. Wunschaktion. Er lobte die hilfsbereiten Arche-Noah-Kinder und deren Erzieherinnen: „Schön, dass ihr gekommen seid und die Aktion unterstützt. Denn es gibt ja auch ganz viele Kinder, die es nicht so gut haben.“ Rita Nehling-Krüger von der Stadtverwaltung sagt: „Seit vielen Jahren unterstützen die Bürger der Stadt Hamminkeln bedürftige Familien in hervorragender Weise“, Erfreulicherweise werde in diesem Jahr die Kinderwunschbaum­aktion auch von den neuen Pächtern der Rewe-Filiale Dienberg mit süßen Tüten unterstützt. Von Rewe Kösters in Mehrhoog gibt es zudem Mehrhoog-hilft-Nikolaustüten.

Die Wunschkarten der Kinder können von dem Baum im Rathausfoyer abgenommen werden. Bis Freitag, 13. Dezember, sollten die uneingepackten Geschenke wieder ins Rathaus gebracht werden, damit sie am Heiligen Abend unterm Weihnachtsbaum der Familien liegen.

Sehr unterschiedlich sind die Wünsche der Kinder, einige lassen auf echte Armut schließen: So bittet ein achtjähriger Junge um eine Winterjacke, ein Siebenjähriger hat Schuhe in Schwarz auf seinen Wunschzettel geschrieben und ein Mädchen hätte gerne Stiefel in Größe 26 und ein warmes Kleid. Andere Kinder wünschen sich einen Teddybär, eine Armbanduhr, Puppen, einen Schminkkoffer und einen Ball.

Natürlich haben auch die Mädchen und Jungen der Kita Arche Noah konkrete Wünsche. So wie Emilia: „Ich wünsche mir einen Roboter, der mein Kinderzimmer aufräumt.“

(jok)