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Hamminkeln: Deutsche Bahn stellt Lösung für Bahnübergang Lankernbrok vor​

Nach tödlichen Unfällen in Hamminkeln : Deutsche Bahn stellt Lösung für Bahnübergang vor

Bürgermeister Bernd Romanski kündigt abschließende Gespräche für Ende September an. Dann soll in der Sicherheitsfrage eine Entscheidung fallen. Alle Wünsche der Anwohner dürften jedoch nicht machbar sein.

Die Deutsche Bahn soll in der nächsten Ratssitzung am 29. September eine Lösung für die Bahnübergänge des „Bocholters“ und damit auch für die Situation in Lankernbrok vorstellen. Dies bestätigte Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski am Freitag unserer Redaktion. Insbesondere das landwirtschaftlich geprägte Lankernbrok im Außenbereich steht nach dem tödlichen Unfall im Blickpunkt. Die Stadt soll ein Gesamtpaket für die eingleisige Strecke vorgelegt bekommen, so der Verwaltungschef. Das würde die Zeitschiene für die viel debattierte Sicherung des Übergangs verkürzen. Das wurde am Donnerstagabend beim „Stadtgespräch“ von WDR 5 bekannt.

Hans Mattevi von der DB Netz AG habe die Gesamtlösung im Gespräch mit der Verwaltung Ende September angekündigt, sagt Romanski. Diese solle dann auch öffentlich vorgestellt werden. Gelegenheit, den Knoten durchzuschneiden, wäre eben in der nächsten Ratssitzung. „Es sind intensive Gespräche, ich denke, die Bahn will und wird das Problem in Lankernbrok lösen“, sagt Romanski. Allerdings dürfte nicht alles machbar sein, was von Anwohnern gewünscht sei. Der Bürgermeister bezieht sich dabei auf die Forderung, dass alle bisherigen Übergänge an der Strecke und auch die im wenig besiedelten Raum bleiben sollen. Dann müsste die Stadt sicherheitsmäßig Vorkehrungen treffen, was ihr wiederum Millionen kosten könnte, die sie aber nicht zur Verfügung hat. „Das ist die Realität“, sagte Romanski am Freitag.

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Die Veranstaltung von WDR 5 fand auf dem Hof Essingholt in Lankern statt, war sehr gut besucht und teils emotional aufgeladen, wie Teilnehmer berichteten. Die betroffenen Lankerner hatten, wie berichtet, am Bahnübergang mit Schildern auf die Sicherheitssituation an der Strecke und das für sie überlaute Hupen der durchfahrenden Züge aufmerksam gemacht. Insgesamt wollen sie auch den weiteren Übergang am Kniebingsweg erhalten. Auch diese Position ist unverändert innerhalb der laufenden Debatte, eine Absperrung etwa mittels Tor ist auch nicht gewollt. Unter den Podiumsteilnehmern war auch FDP-Bundestagsabgeordneter Bernd Reuther aus Wesel, der Mitglied des Bundesverkehrsausschuss und Aufsichtsratsmitglied bei der Deutschen Bahn ist.

(thh)