Hamminkeln: Der Pastoralplan für Maria Frieden steht

Steuerungsgruppe hat am Leitbild von Maria Frieden gearbeitet: Gemeinden sollen weiter zusammenwachsen

Seit April 2016 hat eine Steuerungsgruppe am Leitbild von Maria Frieden gearbeitet. Nun wurde der passende Pastoralplan vorgestellt

Sie haben viel miteinander geredet, diskutiert, gerungen und gelacht seit April 2016, die Hamminkelner Katholiken. Rund 800 von ihnen füllten Fragebögen aus, um darzulegen, wie sie sich Kirche vorstellen. Die Steuerungsgruppe, in der Monika Risse, Nikole Brinks, Andreas Groß, Pfarrer Ralf Lamers, Ulla Klump, Josefa Sanders, Norbert Kokert und Franz-Josef Keiten mitarbeiteten, filterte aus den Antworten die Schwerpunkte heraus, für die die Pfarrei Maria Frieden stehen will. Daraus entstanden ist ein umfangreicher Pastoralplan für das Gemeindeleben in allen Bereichen, an dem sich die fünf Gemeinden der Pfarrei Maria Frieden orientieren. Am Donnerstag stellten Andreas Groß, Mitglied der Steuerungsgruppe, Nicole Brinks, Vorsitzende des Pfarreirats, und Ralf Lamers, leitender Pfarrer von Maria Frieden, das zukunftsweisende Werk der Öffentlichkeit vor.

Auf den letzten Drücker fertig geworden war auch der Prototyp des Mobiles, das künftig in allen Kirchen, Gemeindehäusern und Kindergärten auf die fünf Kernaussagen „Glaubwürdig“, „Mutig“, „Lebendig“, „Stark“ und „Nah“ des neuen Leitbildes hinweist und für den Anspruch der Flächengemeinde steht. Es soll die Menschen aufmerksam machen. Schließlich steht ein Mobile für Bewegung und genau die wollen die Gläubigen in Maria Frieden haben. Schließlich soll weiter zusammenwachsen, was am 1. Dezember 2013 fusionierte. Denn allen war klar, dass es nicht einfach sein wird, aus fünf ehemals eigenständigen Gemeinden mit allen Eigenheiten eine Gemeinschaft zu bilden, ohne die eigene Identität zu verlieren. „Wir wollen keinen Einheitsbrei“, war für alle Beteiligten von vornherein klar.

Und die Hamminkelner Katholiken sind bestens unterwegs. Das Weinfest im Pfarrgarten in Dingden und die Verabschiedung von Pfarrer Pail in Loikum zum Beispiel, hätten gezeigt, dass die Neugier auf Personen außerhalb der eigenen Stammgemeinde wächst. „Wir sind da auf einem guten Weg“, ist Nicole Brinks überzeugt, auch wenn sie weiß, dass noch eine weite Wegstrecke vor den Gemeindemitgliedern liegt.

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Ein erstes Projekt von Maria Frieden steht vor dem Abschluss. Das Denkmal, die Skulptur, die im Dreiländereck zwischen Lankern, Loikum und Ringenberg aufgestellt werden soll, ist gerade fertig geworden, berichtete Pfarrer Lamers. Hier soll der Mittelpunkt der Pfarrei entstehen. Ob Ausflüge mit dem Fahrrad, Andachten vor Ort, vieles ist machbar am Denkmal.

Nach dem Abschied von Pfarrer Pail aus Loikum hat die Gemeinde eine Übergangslösung gefunden und hofft nun, dass das Bistum Münster bis zu den Sommerferien im nächsten Jahr einen neuen Pfarrer schickt, denn dezentral will Maria Frieden bleiben – mit allen fünf Kirchen, mit allen fünf Pfarrheimen und den Ansprechpartnern vor Ort, samt Pfarrern.

(auf)
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