Hamminkeln: Bergrennen findet am 13. Oktober statt

Hamminkeln : Spaß und Tempo beim Bergrennen

Beim Bergrennen, das am 13. Oktober startet, geht es auch um die kreative Wirkung der Fahrzeuge, am liebsten kombiniert mit verkleideter Mannschaft.

Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) nahm hoch oben auf der Krechtinger Straße Platz im „Fliegenden Teppich“. Seine werbeträchtige Testfahrt hinunter in die Siedlung geriet etwas verhalten. Im vergangenen Jahr hatte der Verwaltungschef zu viel Tempo gemacht und war kopfüber im Graben gelandet. Diesmal hob der „Fliegende Teppich“ nicht ab, Romanski blieb an Bord, und Helmut Wisniewski, einer der Väter des Dingdener Bergrennens, war zufrieden. Vorher hatte er noch die alten Fahrradreifen an dem selbstgebauten Vehikel aufgepumpt. Das hatte die vergangenen Monate in irgendeinem Winkel verbracht. Doch, so weiß der Dingdener Tausendsassa, es kommt auf den Reifendruck an und auf schnelllaufende Kugellager, um vorne zu landen auf dem Kurs. Zumindest ist das die technische Sicht.

Beim Bergrennen, das am 13. Oktober um 13 Uhr startet, geht es auch um die kreative Wirkung der Fahrzeuge, am liebsten kombiniert mit verkleideter Mannschaft. „Es geht um den Spaß“, sagt Romanski, der diesmal nicht beim Wettrennen antritt. Etliche Gruppen kommen mit gebauter Fantasie angerollt. Im vorigen Jahr gefiel besonders das Piratenschiff, das in Brünen erdacht worden war. In diesem Jahr beispielsweise ist das Altentheater Spätzünder aus Bocholt mit dabei, das Charles Dickens „A Christmas Carol“ demnächst aufführt und sich passend im historischen Gewand mit geschätzten Tempo 28 zu Tal stürzt. Zwischen 18 und 20 Mannschaften werden erwartet, wer noch Lust und Ideen hat, kann einfach am Renntag kommen. „Zuerst fahren alle Gefährte einmal den Berg runter, dann gibt es Zweierduelle in den Ausscheidungsrennen von Erwachsenen und Kindern. Am Ende erhalten die Sieger Pokale“, erzählen Tanja Tersek und Moni Ehning.
Sie sind die Nichten von Helmut Wisniewski, der das Bergrennen 2010 ins Leben gerufen hat, und waren von Anfang an dabei. Das ist auch solch eine Dingdener Besonderheit – das unterhaltsame Wettrennen als Familienbetrieb. Erst ging es rein um den Spaß, man wollte nur runterkommen, doch mit den ersten Erfahrungen wuchs die Erkenntnis, dass ein bisschen Bewirtung an der Strecke nicht schaden kann. Es gab Würsten, Kuchen, Getränke. Es kostete nichts, wer spenden wollte, konnte Geld in eine Box stecken. Man startete mit 350 Euro für gute Zwecke, zuletzt waren es regelmäßig über 2000 Euro Erlös.

In diesem Jahr wird der Förderverein der Grundschule Dingden bedacht, im Gegenzug sorgen die Eltern für reichlich Blechkuchen im Angebot. 400 bis 500 Gäste werden an der Strecke erwartet, vielleicht werden es durch den Einsatz der Grundschule diesmal ein paar mehr. Sie können auch gewinnen – bei einer Tombola, die von Dingdener Händlern bestückt wird. Es ist also angerichtet fürs Bergrennen.

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