Kreis Wesel: Grundstücksbericht liefert Zahlen zu Wesel

Kreis Wesel : Grundstücksbericht liefert Zahlen zu Wesel

Für ein erstbezugsfertiges Reihenendhaus zahlt man in Wesel laut Bericht im Schnitt 259.000 Euro.

Der Trend von anziehenden Preisen für Immobilien und Grundstücke zeigt sich auch in Wesel. Dies geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2017 hervor, den die Bezirksregierung jetzt vorgelegt hat. Er wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt. Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr.

Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert auf 140 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in NRW. Während Wesel in dem Bericht erwähnt wird, liegen für Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck nicht genug Verkäufe für die Ermittlung eines statistisch relevanten Mittelwertes vor. Der Grundstücksmarkt im Regierungsbezirk Düsseldorf ist im Berichtsjahr 2016 insgesamt von einer Preissteigerung gekennzeichnet. Die Anzahl der Kauffälle stieg um acht Prozent und der Geldumsatz um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Teilmarkt der Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 13.005 Kauffälle (plus drei Prozent) registriert mit einem Geldumsatz von 3,59 Milliarden Euro (plus acht Prozent). Somit wurde der negative Trend vom Vorjahr nicht fortgesetzt.

Die Preise für Eigentumswohnungen sind in Düsseldorf am höchsten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet hier in mittlerer Lage 4263 Euro. Wesel liegt hier laut Grundstücksmarktbericht bei 2450 Euro, im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 2190 Euro. Zum Vergleich: Für Emmerich ist im Grundstücksmarktebericht ein Preis von 1940 Euro pro Quadratmeter registriert. Erstbezugsfertige Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften im Kreis Kleve kosten mit 235.000 Euro deutlich weniger als in Düsseldorf mit 677.550 Euro. Wesel kommt im Segment Neubau auf 259.000 Euro.

Reihenmittelhäuser sind im Allgemeinen etwas preisgünstiger, sie kosten in Düsseldorf aber immer noch 621.855 Euro. In Wesel liegt der Preis bei 265.000 Euro und damit bei weniger als der Hälfte des Düsseldorfer Preises. Für Reihenmittelhäuser, die zwischen 1950 und 1974 gebaut wurden, werden immer noch 135.000 Euro fällig. Spitzenreiter bei den Baulandpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser in mittleren Wohnlagen ist Düsseldorf mit 680 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Ratingen, Langenfeld und Hilden mit 420, 410 und 400 Euro pro Quadratmeter, Meerbusch mit 390 und Neuss mit 380 Euro pro Quadratmeter. Deutlich günstiger ist die Situation in einigen ländlichen Gebieten. Der Neubau eines freistehenden Einfamilienhauses oder einer Doppelhaushälfte wird für Wesel im Grundstücksmarktbericht mit 365.000 Euro beziffert.

Von den Gutachterausschüssen im Bezirk wurden insgesamt 43.034 (plus acht Prozent) Kaufverträge mit einem Geldumsatz von 13,48 Milliarden Euro (plus 15 Prozent) und einem Flächenumsatz von 41,9 Quadratkilometer (plus zwölf Prozent) mitgeteilt.

(RP)