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Grüne in Hamminkeln setzen sich für bestehendes Entsorgungssystem ein

Entsorgung in Hamminkeln : Grüne beziehen in Müll-Debatte Stellung

Die Fraktion verteidigt das bestehende Entsorgungssystem mit dem Wiegen des Abfalls, sieht aber auch Verbesserungsmöglichkeiten. Auf keinen Fall will sie „ein übergestülptes Weseler System“.

Die Hamminkelner Grünen haben jetzt in der von der FWI-Fraktion begonnenen Diskussion um die Hamminkelner Abfallentsorgung Stellung bezogen. Dabei geht es bekanntlich um die Kritik der FWI am Verwiegesystem und die Gebühren. Fraktionsvorsitzender Johannes Flaswinkel betonte: „Wir haben ein über viele Jahre gewachsenes und komplettiertes Abfallentsorgungssystem in Hamminkeln geschaffen.“ Und: „Wir brauchen hier kein übergestülptes Weseler System. Wir haben aufgrund der Größe und Struktur unserer Stadt ganz andere Verhältnisse. Das sollte man sich vielleicht zuerst einmal genau ansehen, bevor man alles in Frage stellt.“ Dabei verwies er auf Wiegesystem, Windelannahme, wöchentliche Grünschnittannahme, Sperrgutabholung, Haushaltsgeräteentsorgung und Problemstoffsammlung in den Orten, Glascontainer, Altpapier, Altkleider, CD/DVD- und Handysammlung. Viele Bürger seien zufrieden, man könne aber „jedes System noch verbessern“. Das, so Flaswinkel, werde man tun und zwar in der rathausinternen Arbeitsgruppe Abfall. Alles andere findet er „irritierend“.

Die Grünen würden die jetzige Debatte als „rückwärtsgewandt“ einschätzen. Man brauche nicht mehr Gefäße für Plastikmüll, man brauche weniger Plastikabfall, so Flaswinkel. Dennoch sieht die Fraktion Handlungsbedarf. So wäre ein „echter Wertstoffhof“ ein Gewinn. Es könnte in der grauen Tonne der auch Abfall aus dem gelben Sack mitgesammelt und dann sortiert werden. Ein Thema sind die langen Wege zur Annahmestelle an der Güterstraße.

„Die Windelannahme könnte sicherlich noch optimiert werden, so könnte sie an der Güterstraße erfolgen. Es wäre auch endlich möglich, diese über die graue Tonne zu entsorgen und den Familien und allen anderen Betroffenen über einen Freibetrag zur Abfallgebühr die Mehrkosten sozial zu erstatten. Dies haben wir Grüne bereits vor Jahren gefordert“, so Ratsherr Flaswinkel weiter.