Grüne fordern Reaktion von Niag auf Diesel-Fahrverbote

Verkehrsbetriebe für den Kreis Wesel: Grüne fordern Reaktion von Niag auf Diesel-Fahrverbote

Bei Neuausschreibungen solle die Niag im Hinblick auf die Schadstoffproblematik deutlich modernere und umweltfreundlichere Technik in den Blick nehmen, fordern die Grünen.

Die Grünen im Kreis Wesel fordern von dem Busbetreiber Niag eine deutlich schnellere Umrüstung des Fuhrparks mit Blick auf aktuelle Diesel-Fahrverbote. Grünen-Fraktionschef Hubert Kück hat an die Niag-Vorstände Werner Kook, Peter Giesen und Christian Kleinenhammann geschrieben. Im Rahmen der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans (NVP) sei auch das Thema „Euro-Norm bei Bussen der Niag und der Subunternehmen“ von der Grünen-Kreistagsfraktion angesprochen worden. Kück verweist darauf, dass die Grünen im Rahmen der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans auch auf die Notwendigkeit der Umrüstung von Bussen hingewiesen hätten.

Der Nahverkehrsplan gibt laut Kück ein Durchschnittsalter der Fahrzeugflotte von neun Jahren und ein Höchstalter von 15 – in Spitzenlastzeiten von 18 Jahren – vor. „Das bedeutet, dass hier noch Busse bis hinunter zur Euro-Norm 3 eingesetzt werden“, sagt Kück. Im Hinblick auf die Schadstoffproblematik sollte aber nach Auffassung der Grünen auf „eine deutlich modernere Technik geachtet und der Fuhrpark rascher auf die aktuelle Euro-Norm 6 umgestellt werden“. Die Niag solle nach und nach schon jetzt mehr zukunftsweisende Techniken einsetzen. „Die Mindestanzahl von nur 50 Fahrzeugen für den Linieneinsatz, die die Euro-Norm 6 zu erfüllen haben, halten wir bei einem Fahrzeugbestand von 187 eigenen und 152 angemieteten Bussen für zu wenig.“

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Bei Neuausschreibungen solle die Niag im Hinblick auf die Schadstoffproblematik deutlich modernere und umweltfreundlichere Technik in den Blick nehmen, etwa gasbetriebene Busse oder Hybridbusse. Auch im Bestand seien Verbesserungen nach Ansicht der Grünen dringend erforderlich. „Für Diesel gibt es Nachrüstungssysteme, auf die schnell und zu vergleichsweise günstigen Konditionen zurückgegriffen werden kann. Damit lassen sich auch Euro-4- und Euro-5-Fahrzeuge deutlich verbessern“, schreibt Kück. Die Fraktion wolle auch das Gespräch mit der Niag suchen.

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