Großprojekt Baustraße in der Weseler Innenstadt wird im Sommer fertig

Großprojekt in der Innenstadt : Baustraße auf der Zielgeraden

Sowohl bei der CDU als auch bei der SPD gab es Beschwerden von Betroffenen. Die Stadt sieht allerdings keine Probleme mit den Anliegern

Baustellen mitten in der Stadt sind nie einfach zu bewerkstelligen. Zu Viele leiden an den damit verbundenen Einschränkungen. Seit neun Monaten macht die Baustraße ihrem Namen alle Ehre, weil sie eine Baustelle ist. Nicht nur ein neuer Kanal wird verlegt, auch Leitungen werden erneuert und am Ende ist die Straße dran. Das dauert. Es sind vor allem Anlieger, die ihren Unmut zum Ausdruck bringen.

Die CDU hat deshalb bei Bürgermeisterin Ulrike Westkamp beantragt, dass einige Fragen im nächsten Fachausschuss beantwortet werden (wir berichteten). Auch die SPD wurde an ihrem Stand auf dem Leyens-Platz in der vergangenen Woche mit dem Thema konfrontiert und möchte reagieren.

Verwaltungsmann Michael Blaess reagiert gelassen auf die Nachfragen. „Es liegen keine besonderen Beschwerden vor“, sagt er und führt das vor allem darauf zurück, dass im Vorfeld sehr intensiv, vor allem mit den Gewerbetreibenden gesprochen worden sei. Anstehende Probleme habe man kurzfristig gelöst. Blaess schätzt, dass die Beschwerdeführer zu wenig Arbeiter auf der Baustelle bemängeln. Zeitweise sei es eine Kolonne gewesen, die aus drei bis fünf Mitarbeitern bestanden habe. Bald komme aber eine weitere Kolonne hinzu.

Dass die Bauzeit mehr als ein Jahr betrage, liege an den vielen Gewerken. So werde ja nicht nur der 320 Meter lange Kanal erneuert, sondern die gesamten Hausanschlussleitungen – das sind etwa 100 – werden neu verlegt. Zudem sei die Baustelle witterungsabhängig. Und: Die Arbeiten an den Versorgungsleitungen hätten etwas länger gedauert, räumt Blaess ein, der als Fertigstellungstermin der Straße den Sommer nennt.

Dann präsentiert sich die Baustraße, die bislang vor allem durch Risse und Schlaglöcher auffiel, ganz modern. Dann sind aus den bisher 68 Stellplätzen 79 bis 85 geworden, je nach Parkweise, denn Markierungen soll es längs der Fahrbahn nicht geben. Die Stellplätze haben eine Breite von 2,10 Meter. Auch Kurzzeitparkplätze bei Gewerbetreibenden sind vorgesehen. Jede Fahrspur ist 3,40 Meter breit, der Gehweg erhält eine Breite von 1,80 Metern. Für neun gefällte Bäume kommen 32 neue hinzu: Feldahorn und Amber.

Die Kanal- und Straßenbauarbeiten zwischen Korbmacher- und Poppelbaumstraße werden im Auftrag der Stadt und der Stadtwerke ausgeführt. Dafür ist die Firma Geerling & Berndsen aus Emmerich zuständig. Rund 817.000 Euro kostet die Umgestaltung, wobei knapp 212.000 Euro aus der Städtebauförderung kommen. Rund 409.000 Euro müssen die Anlieger zahlen, die Stadt ist mit 197.000 Euro dabei. Der Kanalbau kostet 585.000 Euro.

(P.H.)
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