1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Hamminkeln: Großer Andrang bei Betuwe-Sprechstunde

Hamminkeln : Großer Andrang bei Betuwe-Sprechstunde

Stellen Sie sich vor, Sie kommen zum Arzt, der empfängt Sie im Wartezimmer und spricht vor den Augen der anderen Patienten über ihr Problem. So ähnlich war's am Donnerstag im Rathausfoyer in Hamminkeln.

Dort hielt Stefan Ventzke, Chef-Planer der Bahn AG für den Ausbau der Betuwe, Sprechstunde. Der Andrang war beachtlich, "wesentlich größer als bei allen vorherigen Terminen", so eine Bahn-Sprecherin. Vielleicht ein Indiz dafür, dass der Problemdruck im Planabschnitt Mehrhoog doch recht hoch ist.

Ein gutes Dutzend Bürger fand sich zu Beginn im Foyer des Rathauses ein, wo das Informationszentrum der Bahn seit Wochen Station macht. Diszipliniert warteten sie, dass sie dran waren. Eine Liste gab's anfangs nicht, wurde später eingeführt, damit Wartende zwischenzeitlich Besorgungen machen konnten. Die Gruppe hielt taktvoll Abstand zum kleinen Sprechtisch an der Wand zwischen Steueramt und Druckerei.

Ventzke saß da mit Laptop und erläuterte oder verteidigte geduldig seine Pläne. Es herrschte eine freundliche Atmosphäre, auch wenn die Sorgen beachtlich sind. Wie die von Lieselotte und Lothar Hülsmann sowie Karoline Schöttler vom Frientenweg. Die ärgern sich, dass die mal vorgesehene zwei Meter hohe Lärmschutzwand planerisch eingestürzt ist. So sei ihre Siedlung doppeltem Krach ausgeliefert, der unmittelbar auf die Häuser treffe und von der Schutzwand auf der anderen Seite der Gleise reflektiert werde. "Schon jetzt verstummt jedes Gespräch auf der Terrasse, wenn ein Güterzug anrollt."

Die Sprechzeit bleibt nicht folgenlos. Für den nächsten Termin am 9. August will die Bahn die Sprechstunde in einen geschlossenen Raum verlegen.

(RP)