Wesel: Grippewelle erfasst Wesel: Beide Kliniken ausgelastet

Wesel: Grippewelle erfasst Wesel: Beide Kliniken ausgelastet

Die Grippe- und Erkältungswelle hat Wesel erreicht. Das spüren nicht nur die niedergelassenen Ärzte, sondern auch die Kliniken, in die vermehrt Patienten mit Grippe und ähnlichen Symptomen kommen. Um Belegschaft, Patienten und Besucher zu schützen, hat das Evangelische Krankenhaus Wesel (EKV) reagiert.

"Der aktuelle Krankenstand bringt die Stationsarbeit an ihre Grenzen. Um die adäquate medizinische und pflegerische Versorgung zu gewährleisten, haben wir mit allen Beteiligten den Entschluss gefasst, das Pflegepersonal umzuverteilen und einige Bereiche temporär umzustrukturieren", sagt Geschäftsführer Rainer Rabsahl. Dies bedeute, dass eine kleinere Station kurzzeitig geschlossen wird. Der Ärztliche Leiter Joachim Große weist zudem darauf hin, dass es wegen der ungewöhnlich hohen Zahl an Influenzafällen zu Verzögerungen bei Aufnahme und Operation terminierter Patienten kommen kann.

Bei einer Influenza handelt es sich um eine Tröpfcheninfektion. Sowohl das Pflegepersonal als auch die patientennahen Dienste, so die EVK-Verantwortlichen weiter, trügen daher vorbeugend einen Mundschutz. Zudem sollten Besuche von Patienten weitestgehend eingeschränkt werden, damit nicht zusätzliche Influenza- oder Erkältungserreger ins Krankenhaus und auf die Stationen getragen werden. Alle externen Patienten mit Grippesymptomen werden aufgefordert, zuerst ihren Haus- oder Facharzt aufzusuchen. Die EVK-Spitze ist zuversichtlich, dass sich die Situation sowohl regional, als auch im Krankenhaus bald wieder normalisiert.

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Auch im Marien-Hospital Wesel (MHW) gibt es deutlich mehr Grippekranke als üblich. Derzeit sind es 35 Verdachtsfälle. In den vergangenen vier Wochen gab es 60, davon waren zehn positiv, also von Influenza betroffen. Bei Verdacht werden die Patienten isoliert untergebracht. Ob er sich bestätigt, entscheidet sich binnen 48 Stunden. Ein Influenza-Patient werde im Hospital sieben Tage isoliert untergebracht, teilt das Haus mit. Keine Verdachtsfälle gebe es übrigens in den Senioreneinrichtungen der Pro homine und im Willibrord-Spital Emmerich. Erwischt habe es indes Mitarbeiter des MHW. Deshalb seien in der vergangenen Woche zehn Betten in der Geriatrie wegen Personalmangels nicht belegt worden. Seit gestern laufe das Hospital wieder im Vollbetrieb. Während das DRK feststellt, dass weniger Blutspender kommen, ist die Versorgung des Hospitals mit Konserven nicht eingeschränkt.

(fws)