Wesel: Gourmetfest abgesagt

Wesel: Gourmetfest abgesagt

Terminchaos: Weil es für das Esel-Rock-Festival am 29. Mai keine Alternative zum Heubergpark gibt, sagen Wesel-Marketing und Werbegemeinschaft das zeitgleich geplante Gourmetfest am Berliner Tor überraschend ab.

Mehrere Stunden haben Montagabend Vertreter von Stadt, Werbegemeinschaft und vom Esel-Rock-Organisationsteam zusammengesessen, um eine Lösung für die zeitgleich terminierten Events Gourmetfest am Berliner Tor und Esel-Rock im Heubergpark am letzten Mai-Wochenende zu finden. Die Entscheidung, die schließlich getroffen wurde, hat Insider überrascht, betroffene Gastronomie regelrecht schockiert. "Das Esel-Rock-Festival findet wie geplant am 29. Mai im Heubergpark stattfinden wird. Die Veranstaltung ,Wesel erleben' mit dem Gourmetfest wird abgesagt", erklärte gestern Wesels City-Manager Thomas Brocker. Grund: es gibt keinen Alternativstandort fürs Festival. Ein Gourmetfest in unmittelbarer Nähe des Rock-Festivals, da waren sich alle einig, ist wegen der Lautstärke der Musik nicht sinnvoll.

Offener Sonntag am 30. Mai

Die Absage von "Wesel erleben" schwächt zwar den verkaufsoffene Sonntag am 30. Mai, aber dieser wird damit nicht ad acta gelegt ist. Um den zweifelsohne entstandenen Imageschaden so gering wie möglich zu halten, ist eine eintägige Veranstaltung vom Berliner Tor bis zum Großen Markt geplant. Die wird zwar Bestandteile von "Wesel erleben" beinhalten ("Automeile"), sich aber bewusst von der bekannten Form der Veranstaltung abheben, die in den vergangenen sechs Jahren zu einem echten Markenzeichen für Wesel geworden ist.

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"Ich bin mir sicher, dass wir mit unseren bisherigen Partnern eine attraktive Veranstaltung auf die Beine stellen werden, auch wenn es in diesem Jahr sicherlich ein Kompromiss ist", sagt Werbegemeinschaftsvorsitzende Sabine Ostrop und betont, dass es sich um eine einmalige Aktion handeln werde. "Wesel erleben" inklusive Zugpferd Gourmetfest werde im nächsten Jahr wieder ganz sicher am letzten Mai-Wochenende (27. bis 29. Mai) stattfinden. Zu der nun gefällten Entscheidung (Ostrop: "Jeder, den ich darüber informiert habe, ist überrascht und enttäuscht") gab es ihrer Überzeugung nach keine echte Alternative. "Es wurden wirklich alle nur denkbaren Varianten für das Festival im Heuberg diskutiert. Es gab keine Lösung", so Ostrop.

"Wir brauchen Frühwarnsystem"

Nach der peinlichen Terminpanne wird nun im Rathaus nach Möglichkeiten gesucht, ähnlich grobe Schnitzer künftig zu vermeiden. "So ein Fehler darf nicht wieder passieren und er wird nicht mehr passieren", ist der für Stadtwerbung zuständige Dezernent Wolfgang Jung sicher. "Wir brauchen für solche Fälle eine Art Frühwarnsystem." Alle Beteiligten müssten sich nun an einen Tisch setzen und über Abläufe und Strukturen reden.

(RP)