Germany's Next Topmodel Darum muss Julian Kamps aus Wesel die Show so früh verlassen

Wesel · Nach der zweiten Folge von Germany’s Next Topmodel steht fest: Der Weseler Julian Kamps wird doch nicht mit Heidi Klum und den anderen Kandidaten nach Teneriffa fliegen. Das sind seine Gründe.

Völlig überrascht war Julian Kamps in der ersten Folge der neuen Staffel, dass Heidi Klum ihn beim offenen Casting noch einmal sehen wollte.

Völlig überrascht war Julian Kamps in der ersten Folge der neuen Staffel, dass Heidi Klum ihn beim offenen Casting noch einmal sehen wollte.

Foto: Kevin Jochmann

Die zweite Folge der 19. Staffel von Germany’s Next Topmodel (GNTM) war für Fans der Castingshow eine mehr oder weniger große Enttäuschung – jedenfalls für diejenigen, die Julian Kamps aus Wesel die Daumen gedrückt haben. Denn der 23-Jährige, der sich im September 2023 beim offenen Casting in Berlin völlig überraschend für die Endrunde qualifiziert hatte, tauchte am Donnerstagabend in der Sendung auf Pro 7 überhaupt nicht auf – anders als in der ersten Folge eine Woche zuvor. Das hatte natürlich Gründe, auf die allerdings in der Castingshow nicht eingegangen wurde.

Nachdem Julian Kamps nach seinem Casting-Erfolg in der ersten Runde erfahren hatte, dass es nun bald mit Modelmama Heidi Klum zu Dreharbeiten nach Teneriffa gehen würde, beschlichen ihn plötzlich Zweifel. „Ich hatte ja im Vorfeld der Aktion überhaupt nicht mit meinem Arbeitgeber und auch nicht mit meiner Familie gesprochen, weil ich ja ganz spontan zu dem Casting gegangen war und mir keinerlei Chancen ausgerechnet hatte. Ich konnte so spontan ja auch keinen Urlaub nehmen und habe ja auch eine Wohnung, um die ich mich kümmern muss.“ Und so hatte sich Julian Kamps schweren Herzens entschlossen, die Show zu verlassen. Schon bei der Fashion-Show mit Star-Designer Jean Paul Gaultier am Tag nach dem Casting, war er nicht mehr mit von der Partie.

Julian Kamps ist kürzlich als Model auf der Berliner Fashion Week gelaufen.

Julian Kamps ist kürzlich als Model auf der Berliner Fashion Week gelaufen.

Foto: Lennart Sydney Kofi

Doch bereits auf dem Weg von der Bundeshauptstadt an den Niederrhein bereute er seinen Entschluss. „Denn in Wesel war ich plötzlich wieder in meinem alten Leben.“ Doch nun hat er einen ganz konkreten Plan im Kopf: Im Spätsommer, wenn Heidi Klum Kandidaten für die 20. Staffel sucht, wird er sich online bewerben. Weil es ja bereits im September 2023 in die Endrunde geschafft hatte, dürfte er gute Karten haben, Anfang 2025 erneut mit von der Partie zu sein. Dann allerdings wird er alle nötigen Vorkehrungen getroffen haben, um gut organisiert und unbeschwert an der Castingshow teilnehmen zu können.

Der Erfolg im September in Berlin hat dazu geführt, dass er sich selbstbewusst bei einer Düsseldorfer Modelagentur vorgestellt hat, dort mittlerweile unter Vertrag steht und bereits einige Aufträge ergattern konnte. So durfte der 1,92 Meter große Weseler Anfang des Monats auf dem Laufsteg der Berliner Fashion Week Highend-Streetwear des Labels Damur präsentieren. Und von der Sportbekleidungsmarke Snocks wurde er für eine Online-Kampagne als Model gebucht. Die Bilder für seine Kartei hat der Bielefelder Profifotograf Kevin Jochmann gemacht, dem Julian Kamps bei Instagram aufgefallen war.

Bis zum Start des Online-Bewerbungungsverfahrens will Julian Kamps nebenberuflich als Model weiter Erfahrung sammeln. Dieser Nebenjob, so sagt er, sei ein schöner Ausgleich zu seiner Arbeit bei der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe, wo er in der Hauptstelle ein Trainee-Programm zum Firmenkundenberater durchläuft.

Übrigens: Mit einigen Kollegen aus dem Topmodel-Team telefoniert und schreibt er regelmäßig. Und vielleicht treffen sie sich ja beim Finale im Frühjahr. Wo das stattfindet, steht noch nicht fest.

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