Hamminkeln: Glasfaser: Marienthal will kein weißer Fleck sein

Hamminkeln: Glasfaser: Marienthal will kein weißer Fleck sein

Das Dorf hofft ebenfalls auf Glasfaseranschluss und wartet auf eine Info-Veranstaltung.

Hamminkeln rühmt sich, das Breitband mit viel Nachdruck überall in der Stadt der sieben Dörfer auszubauen. Wie berichtet, nehmen die weißen Flecken der Glasfaserversorgung auf der Stadtkarte rapide ab. Auch Marienthal will kein weißer Fleck bleiben, obwohl das idyllische Dorf derzeit nicht auf der Ausbauagenda steht. Wolfgang Kawula, der Vorsitzende des Marienthaler Bürgervereins, wendet sich nun gegen den Eindruck, dass die Bewohner zu wenig Interesse an Glasfaser haben. "Es gibt sehr wohl Interesse, wir müssen das Thema bewegen, um nicht abgehängt zu werden", sagte er. Eine dementsprechende Bürgerversammlung werde nötig sein.

Doch bevor man diese umsetze, müssten die Fakten und die Kosten für Hausanschlüsse auf den Tisch. Kawula führt an, dass Breitband bei der Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" Thema gewesen sei. Das habe man auch mit der Stadt besprochen. Es sei auch nicht so, dass Marienthal keinen Anschluss an die Datenautobahn besitze. Glasfaser reiche bis zum Dorfrand, von dort aus würde die letzte Meile per Kupferkabel betrieben - in der Folge mit guter, aber eingeschränkter Leistung.

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Die Frage sei, so Kawula, ob Bewohnern dies reiche und wie viele das schnelle, zukunftsträchtige Glasfaser haben wollen. Bisher habe niemand eine Nachfragebündelung der rund 150 Marienthaler Häuser initiiert, auch von der Kommunalpolitik sei nicht viel gekommen. Er wolle nun mit Bürgermeister Bernd Romanski sprechen. Dieser begrüßt das Ansinnen. Den schnellen Anschluss Marienthals sieht er aber nicht. "Erst sind die Außenbereiche vorgesehen, dann sehen wir weiter", sagt Romanski. Man werde prüfen, was mit Hilfe der Landesförderung, deren Bescheid nächste Woche offiziell erläutert wird, erreichbar sei. Klar sei, dass die Deutsche Glasfaser bisher nicht nach Marienthal gehen wolle. "Sie wollte auch nicht nach Ringenberg, jetzt wirbt sie dort um Kunden", sagt der Bürgermeister. Ein Infoabend könne weiteren Fortschritt bringen.

(thh)