Schermbeck: Glasfaser bis in Brichter Häuser in greifbare Nähe

Schermbeck : Glasfaser bis in Brichter Häuser in greifbare Nähe

Jetzt beginnt die Nachfragebündelung durch den Abschluss von Verträgen. Diese Aktion läuft bis Ende Januar.

Bürgermeister Mike Rexforth ist erleichtert. "Ab sofort können die Brichter Bürger im Servicepoint der Deutschen Glasfaser (DG) gegenüber der Volksbank Verträge abschließen", teilte er im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Vorausgegangen waren zähe Verhandlungen des Bürgermeisters mit der DG. Während die DG mit dem Glasfaserausbau im Ortskern begann, hatten die Bewohner der Außenbezirke den Wunsch weiterhin an den Bürgermeister herangetragen, nach Möglichkeiten für einen Glasfaseranschluss ihres Bereiches zu suchen. Rexforth nahm die Bitten ernst. In realistischen Einschätzungen machte er bei Veranstaltungen mit der Bürgerschaft allerdings deutlich, dass man nicht jedes Haus in der 110 Quadratkilometer großen Flächengemeinde Schermbeck mit Glasfaserkabeln bis ins Haus versorgen könne.

Bei einem Blick auf den Gemeindeplan erkannte Rexforth Chancen für die Ortsteile Bricht und Gahlen. In einer konzertierten Aktion gelang es ihm und SPD-Ratsmitglied Jörg Juppien im Juli und September, eine große Zahl Brichter Haushalte für einen Vertrag mit der DG zu interessieren. Störfeuer aus irgendeinem politischen Lager gab es - anders als im Schermbecker Ortskern - in Bricht zunächst nicht.

Als die Zahl der Interessenten Ende September auf 100 von 220 gestiegen war, begann die intensive Verhandlung des Bürgermeisters mit der DG. Im Rahmen des Festes "Schöne alte Weihnachtszeit" gab der DG-Regionalmanager Stefan Klaus am vergangenen Samstag in der Volksbank gegenüber dem DG-Servicepoint bekannt: "Der Startschuss fällt jetzt." Das bedeutet konkret: Jetzt beginnt die Nachfragebündelung durch den Abschluss von Verträgen. Wenn alle der gegenwärtigen 110 von 220 Interessenten einen Vertrag unterzeichnen, dann gibt es im Verlauf des Jahres 2017 in Bricht einen schnellen Internetanschluss, von dem die übrigen Außenbereiche Schermbecks nur träumen können. Die Verträge müssen bis Ende Januar abgeschlossen werden.

(hs)
Mehr von RP ONLINE