Ginderich nach Büttensitzung für tolle Tage in bester Laune

Karneval im Baustellen-Dorf : Ginderich für tolle Tage in bester Laune

Die Karnevalsgemeinschaft feierte ihre Büttensitzung im Festzelt. Auf der Bühne gab es neben Tanz, Akrobatik, Humor und etlichen Tollitäten auch einen Hinweis zu den unendlichen Kanalarbeiten im linksrheinischen Dorf.

Unter den ersten zaghaften Helau-Rufen und mit Konfetti, marschierte pünktlich um 19.11 Uhr am Samstagabend der Elferrat der Karnevalsgemeinschaft Ginderich (KGV), samt der drei Tanzgarden, ins Festzelt ein. Das Festzelt zeigte sich beim traditionellen Büttenabend wieder einmal gut gefüllt. Die Gäste präsentierten sich in bester Feierlaune, so wurde der Einmarsch der Karnevalisten von stehenden Ovationen begleitet. Den Anfang machten dann die kleinsten des Vereins: Die Minigarde des KGV zeigte ihren Gardetanz.

Für den ersten Lacher sorgte Karl- Josef Lohmann, der von der KGV geehrt wurde und nicht ungeküsst von der Bühne gehen wollte, denn so sei es doch Tradition. Kurzerhand hat er dafür auch schon die Weseler Bürgermeisterin auserkoren, welche dann die Aufgabe übernahm und den Orden mit „Küsschen links und Küsschen rechts“ übergab. Aber nicht nur die Bürgermeisterin gab sich die Ehre, auch das Weseler Kinderprinzenpaar hatte den Weg in das Gindericher Festzelt gefunden. Conrad I. und Lena II., stellten sich dem Gindericher Karnevalsvolk vor und präsentierten noch einen Tanz. Lustig wurde es dann, als Daniel Stippel als Bauchredner auftrat. Im Gepäck hatte er unter anderem den Vogel Hans, der am liebsten das Instrument Flügel spielt, selbst aber Flugangst hat. Auch das Publikum zeigte sich bestens aufgelegt. So wurde in den kurzen Pausen immer mal wieder zu Karnevalsklassikern geschunkelt.

Richtig voll wurde es im Zelt, als das Weseler Prinzenpaar samt Tanzgarde und Regimentskapelle einmarschierte. Prinz Christian I. und Prinzessin Sonja I. kündigten auch gleich an, dass sie es sich nicht entgehen lassen werden, an Altweiber auch zu Gast in Ginderich zu sein. Besonders artistisch zeigte sich die mitgebrachte Tanzgarde. So flogen die Tänzerinnen regelrecht über die Bühne und berührten bei ihren zweistöckigen Hebefiguren schon gar das Dach des Festzeltes. Ohnehin brachte das Weseler Ensemble noch einmal zusätzlich richtig Stimmung ins Publikum. Es verabschiedete sich dann unter den stehenden Ovationen aus Ginderich.

Für Lacher sorgte Hermann Güllekes mit seiner Büttenrede: Als Bestatter verkleidet, erzählte er mit gekonnten Pointen aus seinem Berufsalltag. Dabei machte er auch nicht Halt vor aktuellen politischen Geschehen. So bekamen die AfD und Donald Trump ihr Fett weg. Natürlich durften auch die kleinen Spitzen gegen das Nachbardorf Büderich in der Büttenrede nicht fehlen. Außerdem glaube er, so Güllekes, in seiner Funktion als Bestatter an die Wiedergeburt, er habe sich deshalb als sein alleiniger Erbe eintragen lassen.

Und was die Kostüme angeht, so war an diesem Abend alles vertreten, im Publikum feierten vom Gefangenen bis hin zum Chirurgen die Gindericher zusammen ihre Büttensitzung.

(mpo)