Ginderich: Ein Defibrillator für die Dorfschule

Ginderich : Ein Defibrillator für die Dorfschule

Da die Angebote der Gindericher Dorfschule so gut angenommen werden, wollte man auf Nummer sicher gehen. Wo viele Menschen zusammenkommen, kann viel passieren. Daher spendierte die Sparkasse einen Lebensretter.

Seit 2016 gehört die Grundschule Ginderich nunmehr der Vergangenheit an. Im September 2017 wurde der Schule dann mit dem Konzept einer „Dorfschule“ neues Leben eingehaucht. Der Verein „Dorfschule Ginderich e.V.“, dessen Vorsitzender Herbert Wesely ist, hatte ein Konzept entwickelt, das von vielen Mitarbeitern mit großem Erfolg umgesetzt wird. „Unsere Absicht war es, den Menschen einen zentralen Ort des gemeinsamen Tuns zu bieten“, erklärte Wesely am Mittwoch. Man war an diesem Tag zusammengekommen, weil dem Team um Wesely ein Defibrillator von Reinhard Hoffacker von der „Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe“ überreicht wurde.

Zur Übergabe waren auch Helga Kraushaar und Jutta Wesely als Leiterinnen der Reha-Sport-Maßnahmen, Georg Lörcks als Sprecher für den Bereich Breiten- und Gesundheitssport vom SV Ginderich und Otto Pöll als ältester Gesundheitssport-Teilnehmer gekommen. „Unser Geldinstitut betrachtet die Arbeit, die in diesem Gebäude betrieben wird, als vorbildlich“, erklärte Hoffacker, der nicht nur den großen Wert für die Förderung der Gesundheit der Kursusteilnehmer sehr zu schätzen wusste, sondern auch die hohe Bedeutung für die Kontaktpflege der Besucher untereinander ins Gespräch brachte.

Der Gedanke „Aus dem Dorf für das Dorf“ habe nicht nur ihn, sondern sein ganzes Sparkassen-Team fasziniert, gab er zu verstehen. „Der größte Vorteil unserer Angebote ist, dass alte Mitbürger wieder in die Aktivität zurück- und Jugendliche vom Computer weggeholt werden.“ Dass sich in der „Gindericher Dorfschule“ Menschen mit hohen Qualifikationen und großem Talent zusammenfinden, belegte Teilnehmer Pöll mit einem Beispiel. „Ich habe schon so manchen Reha-Kurs besucht, bin aber noch von keinem Kursleiter so gut betreut worden wie hier von Jutta Wesely“, lobte der 90-jährige Gindericher die Diplomsportlehrerin. Dass die Reha-Maßnahmen so gut besucht sind, haben die Kursleiterinnen auch der guten Zusammenarbeit mit den praktizierenden Ärzten zu verdanken, ließ Wesely wissen.

Mittlerweile kommen mehr als 300 Personen unterschiedlichsten Alters zu den Reha- und Gesundheitsangeboten, sehr gut angenommen werden aber auch Kurse wie das französische Boule-Spiel, Yoga, Tang-Soo-Do, Line Dance und Zumba. Ein Englisch-Auffrischkurs steht ebenfalls im Programm. „Da wo so viele Menschen zusammenkommen, ist ein Defibrillator unabdingbar“, hatte sich Wesely gedacht und mit diesem Gedanken die Sparkasse um Hilfe gebeten. Für eine bessere Zukunft der Dorfschule möchte der Verein mit einer Neugestaltung des Schulhofs und mit einer barrierefreien Umgestaltung des Parkplatzes sowie behindertengerechten Toiletten sorgen.

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