Hamminkeln: Gemütlicher Nikolausmarkt

Hamminkeln: Gemütlicher Nikolausmarkt

Weihnachtliche Accessoires, warmer Glühwein, Stockbrot - das Angebot auf dem Dorfplatz kam an.

Pünktlich zum Nikolausmarkt auf dem Dorfplatz hinter dem Bahnhof spielte auch das Wetter ziemlich mit. Die Temperaturen fielen auf einstellige, fast die "Null" ankratzende Temperaturen, die Sonne schien, jedenfalls vormittags, und auch der feine Nieselregen wäre um ein Haar in kleinen Schneeflocken vom Himmel gefallen. Ja, das Wetter spielte mit - jedenfalls ziemlich.

Für Kinder ist das ein Riesenspaß auf dem Nikolausmarkt: Stockbrot selber in die Flammen halten. Es darf wieder gekuschelt werden - mit selbst gemachten Schals und Mützen. Foto: Markus Joosten

Die Kälte schreckte die Menschen nicht ab, sondern sorgte vielmehr für die gemütliche Atmosphäre, von der so ein (vor)adventlicher Markt lebt. Mit Karussell, Süßigkeitenständen, aber natürlich auch mit den vielen Dekoangeboten und selbst gemachten Accessoires passend zur Weihnachtszeit, bietet der Nikolausmarkt ein breites Angebot für Groß und Klein, für Jung und Alt. Man trifft sich, man schlendert an den Buden vorbei, trinkt den einen oder anderen Glühwein und erfreut sich an den vielen Leckereien von Reibekuchen über Würstchen bis hin zur Waffel und selbst gemachtem Spekulatius. So wie dem von Christel Ramms und Angela Lause. Wenn Tante und Nichte zusammenkommen und ihrem Backeifer freien Lauf lassen, dann wird es lecker. Gekommen ist die Idee durch die Kinder.

Seit drei Jahren sind sie mittlerweile fester Bestandteil des Nikolausmarktes und präsentieren dort vor Ort mit ihren Spekulatiusbackmaschinen die selbst gemachten Leckereien. Sie sind bei manchen schon zu einer festen Geschenktradition geworden. "Ich habe den Auftrag, nicht zu dunkle zu besorgen", verrät eine Besucherin. Ja, man wird anspruchsvoll.

Ebenso wie die selbst gebackenen Plätzchen erfreut sich auch das umfangreiche und vor allem außergewöhnliche Senfsortiment von Doris Reinhold allergrößter Beliebtheit. "Ich bin vor allem zum Schleppen dabei", verrät ihr Mann Michael Reinhold schmunzelnd. Denn die Liebe zum Senf ist kein lustiger Zeitvertreib. "Das ist schon längst kein Hobby mehr", betont sie. Das ist es wirklich nicht: Doris Reinhold macht inzwischen hauptberuflich in Senf.

Ob Whiskey, Rosmarin oder Feigen. Die Geschmacksrichtungen sind so vielfältig wie das Leben. "Ich verarbeite schon gerne das, was der Niederrhein hergibt", erläutert sie. Nur manchmal mache sie da eine Ausnahme.

Passend zur bevorstehenden Weihnachtszeit hat sie natürlich auch ihren ganz speziellen Senf herausgebracht. Mit schwarzen Johannisbeeren, Grappa und der einen oder anderen Zutat mehr. An besonders produktiven Tagen schafft es die Hünxerin rund 150 Gläser zu produzieren.

Die Weihnachtszeit kann also kommen.

(ste)