Wesel: Geld fürs Generationenhaus gesucht

Wesel : Geld fürs Generationenhaus gesucht

Begegnungsstätte Am Birkenfeld feiert 2017 zehnjähriges Bestehen. Dann startet ein neues Bundesprogramm zur Förderung. Die Stadt soll zuzahlen.

Wenn am Ende jemand sagt "Es geht mir gut, ich habe viele Kontakte und wir haben viel gelacht", dann haben die Aktiven im Mehrgenerationenhaus ihr Ziel erreicht. Anne Oberdorfer kennt einige solcher Aussagen, wenn ein Angebot mal wieder besonders schön und unterhaltsam war. Egal ob Bogenschießen, Sitztanz, Yoga, der Operntreff oder ein Kunstprojekt - viele Nutzer der Einrichtung in Schepersfeld verbringen hier eine gute Zeit.

Die Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen sieht das Haus an der Straße Am Birkenfeld als einen Ort der Begegnung für Menschen aller Generationen - von vier bis über 85. Dabei ist ihr wichtig, dass auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben geführt werden kann. Die Angebote im Mehrgenerationenhaus sollen gesundheitsfördernd und damit lebensverlängernd wirken, sie sollen dafür sorgen, dass der ältere Mensch in Bewegung bleibt - geistig wie körperlich.

2017 wird das Mehrgenerationenhaus, das einst von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen eröffnet wurde, zehn Jahre alt. Jetzt muss es mal wieder in die Verlängerung gehen, denn 2017 startet ein neues Bundesprogramm zur Förderung. 30.000 Euro bietet es dem Mehrgenerationenhaus im Jahr, wenn die Stadt es mit 10.000 Euro in Form von geldwerten Leistungen, wie etwa Sach- und Personalkosten, unterstützt. Darüber berät am 7. September zunächst der Sozialausschuss, der Rat entscheidet am 20. September.

Doch nach Vorgesprächen mit der Stadtverwaltung scheint die Marschrichtung schon klar zu sein. Das Haus soll stärker in der Kommune verankert werden. Sprich: Die Stadt kann Wünsche äußern, die hier umgesetzt werden sollen. Ideen haben übrigens viele, wie Anne Oberdorfer sagt. Wenn jemand etwas Bestimmtes kann, kann er es anderen vermitteln - als regelmäßiges Angebot oder als Kursus - je nach Wunsch des Anbieters. Das Mehrgenerationenhaus unterstützt die Idee, hilft bei der Umsetzung und sorgt für die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit.

Eine halbe Stelle ist für diese Arbeit da, eine halbe Stelle, mit der viel begleitet und bewirkt wurde. Da gibt es dann den Spielraum etwas zu testen, zu sehen, ob ein Angebot ankommt und weitergeführt wird oder auch nicht. Das Ganze wird seitens des Bundes wissenschaftlich unterstützt, um am Ende auch Ergebnisse zu haben. Die nächste Förderung ist auf vier Jahre angelegt. Dabei dürfte jetzt bereits sicher sein, dass das Mehrgenerationenhaus immer gefragter sein wird, zumal die Menschen auch in Wesel immer älter werden.

(P.H.)
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