Wesel: Gegenwind macht für Höhenbegrenzung mobil

Wesel: Gegenwind macht für Höhenbegrenzung mobil

Mit einem Aufruf, heute um 16.30 Uhr zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ins Weseler Rathaus zu kommen, wandte sich die Initiative Gegenwind gestern an die Bewohner von Büderich, Ginderich, Borth und Menzelen. Hintergrund ist der Tagesordnungspunkt, bei dem es um eine Höhenbegrenzung für Windräder geht.

"Das ist der Super-GAU für unsere Heimat. Das dürfen wir uns nicht bieten lassen", sagte Gegenwind-Sprecher Dietmar Pucher zu drohenden Windriesen der 180-Meter-Klasse. 100 Meter seien genug. Besser noch sollten die Konzentrationszonen, "die hier bei einer damals üblichen Höhe von 50 bis 60 Meter Höhe geplant wurden", gänzlich überdacht und aufgehoben werden. Laut Hermann Norff aus Büderich gehen Rechtsexperten übrigens davon aus, dass Investoren im Fall einer Höhenbegrenzung keinen Schadenersatz geltend machen können.

Ludger Hovest (SPD) machte gestern deutlich, dass seine Fraktion Windräder in den Konzentrationszonen haben möchte. Hier gelte ebenso das heute technisch Machbare wie auch im Fall der RWE-Hochspannungsleitung, deren Kabel die SPD lieber in der Erde als an hohen Masten sehen wolle (RP berichtete) und im Fall Betuwe, die nach neuestem Stand ausgebaut werden müsse.

Die CDU indes will sich im Ausschuss heute für die Höhenbegrenzung aussprechen. Gleiches hat bekanntlich die UWW angekündigt.

(RP)