Wesel: Gefestigter CDU-Chef Hense will früh die Kommunalwahl angehen

Wesel : Gefestigter CDU-Chef Hense will früh die Kommunalwahl angehen

Stadtverband der Christdemokraten wählt neuen Vorstand und zieht eine positive Bilanz zur politischen Arbeit der letzten zwei Jahre: "Wer in Wesel was erreicht hat, ist die CDU."

Als Sebastian Hense 2015 antrat, Heinzgerd Schott als CDU-Parteichef zu beerben, da war ihm der Grad der Zustimmung recht gleich. "Wichtig ist, wie viel ich in zwei Jahren kriege, wenn die Arbeit bewertet werden kann", hatte Hense damals im RP-Gespräch gesagt. Sein Wirken hat offenbar Früchte getragen. Nach 82,5 Prozent bei jener Wahl bekam Hense am Donnerstagabend im Lokal Hohe Mark nun 93 Prozent. Von 41 Stimmberechtigten votierten 38 für und zwei gegen ihn. Es gab eine Enthaltung. Entsprechend zufrieden und gefestigt will Hense mit seinem Team die nächsten Aufgaben angehen.

Weiter im Doppel aktiv sind Sebastian Hense (links) als CDU-Partiechef und Jürgen Linz (Mitte) als Stellvertreter. In der Fraktion ist es umgekehrt. Als weiterer Stellvertreter fungiert neu Volker Dingebauer. Foto: Malz/Bauch/Bosmann

Dazu gehört es, recht früh Weichen für die Kommunalwahl 2020 zu stellen. Noch in diesem Jahr soll mit der Kandidatensuche für die Bezirke begonnen werden. Auch mit der Präsentation einer Person fürs Bürgermeisteramt soll nicht bis zur letzten Minute gewartet werden. "Wenig Abstraktes, dafür nah am Bürger", gab Hense als Losung aus, um zu punkten. Für besser als andere Akteure hält sich die CDU Wesel ohnehin. "Wer in Wesel was erreicht hat, ist die CDU", hatte der Vorsitzende in seinem Bericht gesagt. Als Beispiele dienten ihm unter anderem erfolgreiche Sparbemühungen, welche die Stadt in die Lage versetzten, den ASG zu unterstützen. Ferner habe sich die CDU schon früh beim Regionalverband für die Kiesindustrie eingesetzt, sie arbeite an der schrittweisen Verbesserung der Infrastruktur und freue sich sehr, dass endlich das unsägliche Thema der fehlenden Toilette am Bahnhof auf CDU-Initiative zu einem Ende komme. Klar festhalten und daraufhinarbeiten will die CDU am Rhein als Standort für das Kombibad. Froh ist Hense, "dass die neue Landesregierung nicht für Verhinderungspolitik steht".

Foto: Jana_Bauch

Gründe zur Freude waren die Wahlerfolge für die zum dritten Mal in Folge in den Bundestag eingezogene Sabine Weiss und für Charlotte Quik, die als neue Landtagsabgeordnete ihren Dank für Weseler Unterstützung gleich persönlich aussprach und von der Arbeit in Düsseldorfer berichtete.

Den Parteivorstand um den Vorsitzenden Sebastian Hense komplettieren seine Stellvertreter Jürgen Linz und Volker Dingebauer, der den zwischenzeitlich aus beruflichen Gründen zurückgetretenen Lars Rohde ablöste, sowie Schatzmeister Maik Jansen und Schriftführer Andreas Üffing.

Als Beisitzer für Sachbereiche fungieren Andreas Gardemann (Mittelstand), Karl-Heinz Ortlinghaus (Senioren), Daniela Staude (Frauen), Michael Stein (Öffentlichkeitsarbeit), Pascal Szychowiak (Organisation), Matthias Thürmer (Arbeitnehmer) und Madeleine Wienegge (Jugend). Beisitzer aus den einzelnen Ortsverbänden sind Heinz-Walter Baldowé (Flüren), Reinhold Brands (Wesel), Helmut Conrads (Obrighoven), Jan Kerski (Ginderich) und Michael Nabbefeld (Büderich). Die Kasse prüfen Christoph Gardemann und Markus Abram.

Derzeit unbesetzt ist der Posten des Mitgliederbeauftragen. Die Aufgaben will der Vorstand unter sich aufteilen. Auch fand sich kein Beisitzer für den Ortsbereich Bislich. Denn Dingebauer ist nun stellvertretender Vorsitzender und Kerski wirkt jetzt in Ginderich.

(fws)
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