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Gaststätte „Zum Yachthafen“ in Wesel kämpft für Biergarten

Gastronomie in Corona-Zeiten : Gaststätte Zum Yachthafen kämpft für Biergarten

In der Corona-Pandemie helfen dem Gastronomiegewerbe besonders Plätze in der Außengastronomie. Einem Weseler Betrieb wird nun aber die Nutzung einer kleinen städtischen Rasenfläche am Flugplatz nicht genehmigt. Die Politik setzt sich ein.

Die Gaststätte Zum Yachthafen in Wesel kämpft darum, in Corona-Zeiten ein kleines Stück städtische Rasenfläche direkt vor der Haustür als Biergarten nutzen zu dürfen. Ein entsprechender Antrag bei der Stadtverwaltung sei aber jetzt negativ beschieden worden, informiert Diana Müller von der Pächterfamilie. Sie äußert ihr Unverständnis darüber. Die Begründung der Stadt sei, dass die Rasenfläche nicht mehr Rasenfläche sei, wenn darauf Tische und Stühle stünden. CDU-Bürgermeisterkandidat Sebastian Hense und CDU-Fraktionschef Jürgen Linz sandten am Mittwoch eine Anfrage an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (SPD). „Die Stadt hat doch ein Interesse, die Gastronomie vor Ort zu erhalten, und wir alle wissen um die schwere Situation des Gastgewerbes aufgrund der Corona-Pandemie“, schreiben Linz und Hense. Da die konkreten Gründe für die Ablehnung noch nicht bekannt seien, bitte man darum, nochmals abzuwägen und nach einer geeigneten Lösung zu suchen.

Diana Müller betont, dass auch die SPD sich für den Biergarten einsetze. Seit Längerem sei man bestrebt, die Rasenfläche zu nutzen, erklärt sie. Immer wieder werde sie angesprochen, warum nicht an der Rasenfläche Tische und Stühle stehen. Es gebe schließlich einen guten Blick auf den Flugplatz. Aus Sicht von Müller wäre mehr Außengastronomie auch deshalb eine gute Gelegenheit, weil durch die Corona-Pandemie die Zahl der Sitzplätze eingeschränkt wurde. Drinnen könne sie deutlich weniger Plätze anbieten als früher, draußen sei das Angebot zum Wasser hin ebenfalls beschränkt. „Wir müssen unser Geschäft jetzt machen, im Winter vergessen uns die Leute“, sagt Müller.