Hamminkeln: Für ein besseres Tourismusangebot

Hamminkeln : Für ein besseres Tourismusangebot

Gerade hat die SPD in ihrer Stellungnahme zum Haushalt 2018 ein Gesamtkonzept zum Tourismus in der Stadt angemahnt. Dem fehlen aus ihrer Sicht die klaren Entwicklungsschritte. Zwei dazu passende Weichenstellungen hat der Fachausschuss jetzt gefasst.

So steht der Hotelerweiterung des Landhauses Ridder zum Landhotel in Lankern nichts mehr im Weg, was die Verfahren zum Flächennutzungsplan und Bebauungsplan betrifft. Die Zustimmung des Rates am 15. März ist Formsache. Geplant ist neben dem Hotelneubau, der sich direkt an die neue Galerie anschließen soll, auch ein Infozentrum für die Dingdener Heide. Unklar ist der Zeitpunkt der Umsetzung, Ridders Planungen laufen. Das Natur-Infozentrum ist auch Einstiegsplatz für die nähere Heide-Umgebung.

Thema zwei war das Erholungsgebiet Dingdener Heide. Es wird planungsrechtlich erweitert für den Dauercampingplatz Bußter Weg. Die Fraktionen stellten erst einmal den Bebauungsplan für eine Erweiterung des Geländes um den Kathage-See auf. Es soll ein Flächennutzungsplan folgen, der auch den Bereich nördlich des Bußter Weges berücksichtigt, so Stadtplaner Manfred Boshuven. Der Ausschuss heilt damit auch Vorhandenes, damit das rund um den See zwar genutzte, aber planungsfreie Gebiete korrekt in Plänen umgesetzt werden. Stellplätze für Wohnwagen und kleine Übernachtungshäuschen direkt am Ufer sind kürzlich hinzugekommen. Bislang ist nur die Fläche nördlich des Bußter Weges als Sondergebiet Dauercamping/Dauerzeltplatz im Flächennutzungsplan vorhanden. Hintergrund ist, dass die Seenutzung intensiviert werden soll. Baulich heißt das: Sieben Schwedenhäuschen sind laut Antrag geplant, die zwar einen Elektroanschluss haben, aber keinen Wasser- oder Kanalanschluss. Drei "Hexenhäuschen" gibt es bereits, wie im Ausschuss gesagt wurde. Vorhanden ist bereits ein Sanitärgebäude, das um Dusche, WC und Spülmöglichkeiten erweitert werden soll.

Der Verwaltung passt die vorliegende Planung beider Projekte ins Tourismuskonzept, denn das Erholungsgebiet Dingdener Heide liegt "mitten im touristischen Entwicklungskorridor". Dieser reicht von Marienthal über die Dingdener Heide und die Wasserlandschaft Rissensee bis nach Wertherbruch. Der Campingplatz sei "sowohl räumlich als auch inhaltlich ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes", so die Stadtplaner.

(thh)
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