Friedhelm Koch im Rathaus Schermbeck verabschiedet

50 Jahre im Rathaus : Mr. Schermbeck nimmt Abschied

Fast 50 Jahre war er im Dienste für die Schermbecker Bürger: Friedhelm Koch, der ehemalige CDU-Bürgermeisterkandidat, wurde am Mittwoch in den Ruhestand verabschiedet.

Zum Abschied fand Bürgermeister Mike Rexforth Worte, die das langjährige Wirken seines Beigeordneten Friedhelm Koch einordneten: „Mit dir geht ein halbes Jahrhundert Erfahrung“, bedauerte Rexforth, freute sich aber zugleich über Kochs Zusicherung, ihn weiterhin in wichtigen Fragen und Aufgaben wie der Kulturstiftung und des Marketingvereins zu beraten und zu unterstützen. Es war eine besondere Ratssitzung in Schermbeck, denn es wurde jener Mann verabschiedet, der die Geschicke der Gemeinde Jahrzehnte lang mit geprägt hat: Friedhelm Koch wurde am Mittwochabend im Beisein seiner Frau Irmgard, seiner Tochter Jennifer und seines Enkels Niklas in den Ruhestand verabschiedet. Nach der Sitzung traf sich Koch mit Ratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern in der Cafeteria des Rathauses zu einer feuchtfröhlichen Abschiedsfete.

„Wenn wir dein Verwaltungspraktikum beim Amt Hervest-Dorsten mit Beginn im August 1969 berücksichtigen, dann hast du nahezu 50 Jahre aktiv im Dienst für die Bürgerinnen und Bürger gestanden“, berichtete Rexforth in seiner umfangreichen Laudatio für den scheidenden Gemeindeverwaltungsrat, der am 1. August 1971 beim Amt Hervest-Dorsten den Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst startete.

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Im Oktober 1975 begann Koch das Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Recklinghausen, das er im Januar 1979 mit dem Kommunaldiplom und der Befähigung für den höheren nichttechnischen Verwaltungsdienst erfolgreich abschloss. Seit dem 1. Januar 1979 gehörte Koch zur Schermbecker Gemeindeverwaltung., führte verschiedene Positionen aus, ehe er im April 1998 zum Gemeindeverwaltungsrat berufen wurde. In all den Jahren hat Koch die unterschiedlichsten Bereiche der Gemeindeverwaltung Schermbeck hauptverantwortlich geleitet. Er war Leiter des Bauamtes, der Finanzen, war Kämmerer, Leiter des Ordnungsamtes und zuletzt der Wirtschaftsförderung. Der Versuch des CDU-Mannes Koch, Bürgermeister zu werden, scheiterte im Rahmen der Kommunalwahlen des Jahres 1999 am SPD-Kandidaten Wilhelm Cappell.

„Du hast den Rathausbau federführend begleitet, genauso auch den Bau der Gesamtschule“, erinnerte der Bürgermeister an besondere Aufgabenstellungen. Dazu gehörten auch die Entwicklung des Gewerbegebietes und das Engagement für die Wirtschaftsförderung. „Unter deinen Händen entstanden die Mitgliedschaften in der LEADER-Region“, erinnerte Rexforth an eine weitere Aufgabe Kochs, der es verstand, viele Fördertöpfe anzuzapfen. Den Bau des Dorfgemeinschaftshauses nannte Rexforth als ein bedeutendes Beispiel für die Organisation von Fördermitteln. „Ohne dich hätte es das zahllos prämierte Projekt Nachbarschaftsberatung niemals gegeben“, versicherte Rexforth dem scheidenden Beamten, bevor er dessen Bemühungen um die Digitalisierung der Gemeinde hervorhob. Der flächendeckende Breitband-Ausbau trage Kochs Namen und werde daher auch immer mit seiner Arbeit in Verbindung gebracht. Rexforth erinnerte an Friedhelm Kochs Einsatz für die Kulturstiftung und für den Gemeindemarketingverein „Wir sind Schermbeck“.

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