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Freundeskreis organisierte Hilfsaktion für krebskranke Milla (2) in Schermbeck

Schermbeck solidarisch : Freundeskreis organisiert Hilfsaktion für krebskranke Milla (2)

Die zweieinhalbjährige Schermbeckerin Milla ist an Krebs erkrankt. Seit März kämpft das Mädchen gegen das Neuroblastom, Stufe 4. Die Gemeinde Schermbeck steht zusammen.

(hs) Ein vorweihnachtliches Geschenk der besonderen Art bescherte ein 15-köpfiger Freundeskreis am Sonntag der kleinen Milla und ihren Eltern. Die zweieinhalbjährige Schermbeckerin Milla ist an Krebs erkrankt. Seit März kämpft das Mädchen gegen das Neuroblastom, Stufe 4. Bei dabei handelt es sich um bösartige solide Tumore, die aus entarteten unreifen Zellen des sympathischen Nervensystems entstehen. Dieses steuert die unwillkürlichen Funktionen wie Herz- und Kreislauf, Darm- und Blasentätigkeit.

Trotz des regnerischen Wetters kamen zahlreiche Schermbecker zum Parkplatz Overkämping. Fahrlehrer Marc Overkämping stellte kurzerhand den Raum seiner Fahrschule zur Verfügung, und einige aufgestellte Zelte boten Schutz vor dem Regen. „Was hier los ist, übertrifft unsere Erwartungen“, freute sich Mitorganisatorin Lea Alfers als Patentante von Milla über die große Resonanz. „In Schermbeck ist man eben auch in den schwierigsten Zeiten nicht allein. Das gibt uns allen viel Zuversicht für die nächsten Wochen und Monate.“ Es sei bemerkenswert zu sehen, wie viele weitere Ideen und Aktionen sich inzwischen entwickelt hätten. Vereine, ganz viele Unternehmen und Betriebe aus Schermbeck, Gastronomen, Privatpersonen, Schulen und Kindergärten hätten sich Ideen einfallen lassen. Selbstgebackene Plätzchen und Kuchen wurden ebenso zum Verkauf angeboten wie Getränke, Tattoos und Aufkleber. An einem Lagerfeuer konnte Stockbrot gebacken werden. Für die Kinder wurde eine Malaktion angeboten. Am „heißen Draht“ war eine ruhige Hand gefragt.

Eine überraschende Spende konnte die Gruppe im Verlauf ihrer eigenen Benefizveranstaltung übernehmen. Die Gagu-Zwergenhilfe überreichte 500 Euro.

Der Freundeskreis dankt allen Unterstützern. Auch wenn es für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit sei zu helfen, könne Schermbeck dennoch richtig stolz darauf sein, eine so tolle Gemeinschaft zu haben.

(hs)