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Feuerwehr und Helfer mit Feuerwehrübung bei Byk in Wesel

Simulierter Brand in Chemiefabrik : Gelungene Übung der Retter bei Byk

Die Feuerwehr und ihre Partner simulierten einen Brand mit Menschenrettung. Am Ende zeigten sich die Beteiligten zufrieden mit dem Verlauf des Vormittags.

Polizei, Rettungswagen und Feuerwehrleute, die in voller Montur über das Gelände eilen – bei den Szenen, die sich am Samstagmorgen auf dem Gelände der Byk Chemie abspielten, handelte es sich glücklicherweise um eine groß angelegte Übung. Einen echten Einsatz hat es bei Byk zuletzt vor 17 Jahren gegeben.

Einmal im Jahr probt das Unternehmen mit Feuerwehr und Polizei den Ernstfall. Etwas besonderes war diese Übung aber trotzdem. Neben den üblichen Partnern waren auch das Deutschen Rote Kreuz (DRK) und die Malteser dabei. „Weil die Kräfte auch das Zusammenwirken üben sollen“, erklärt Sven Kremser, Leiter der Abteilung PR, Kommunikation und Markenmanagement des Chemiekonzerns. Auch für ihn selbst und den „Krisenstab“ ist es ein Training, denn im Ernstfall müssen die Informationen fließen – Behörden, Bevölkerung und Presse wollen informiert werden. Simuliert wurde ein Brand in einem Produktionsgebäude: Xylol, ein Lackzusatz, ist ausgetreten und hat sich entzündet. Dazu wird die Schaum-Sprinkleranlage gewartet, so dass sie nicht – wie im Normalfall – automatisch löscht. Gegen 9.15 Uhr wurde der Brand festgestellt und die Rettungskräfte alarmiert, erklärt Hanns-Ulrich Adam, Brandschutzbeauftragter der Byk-Chemie, den fiktiven Hintergrund des Übungseinsatzes. An diesem Morgen sind sehr viele Einsatzkräfte vor Ort – allein 62 sind mit 20 Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdiensten zugegen, hinzu kommen 35 Mitarbeiter des Chemieunternehmens, die via Notfall-Telefon und Kommunikationsapp hergerufen wurden. Bei letzteren handelt es sich laut Kremser um geschulte Produktionsmitarbeiter, „die vor allem eine super Ortskenntnis haben“. Für sie hat das Unternehmen auch Einsatzkleidung. Gegen 11.30 Uhr, also nach rund zwei Stunden, sind alle Personen gerettet und der fiktive Brand ist  gelöscht. Anschließend stand eine Nachbesprechung, inklusive Feedback an. Kremsers zufriedenes Fazit: Es sei „ein gutes Zusammenwirken aller Beteiligten“ gewesen.

(meko)