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Feuerwehr in Schermbeck: Förderverein ist eine große Hilfe

Förderverein unterstützt die Schermbecker Feuerwehr : Eine große Hilfe für die Lebensretter

Der Förderverein Projekt: meine Feuerwehr wurde vor 16 Jahren gegründet. Die Idee erweist sich als voller Erfolg. Heute unterstützen 227 Mitglieder die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Schermbeck. Was sie leisten.

Sebastian Kiekenbeck ist neuer Vorsitzender des Fördervereins Projekt: meine Feuerwehr, der seit 2005 die Feuerwehr Schermbeck sowohl finanziell als auch ideell unterstützt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Overkämping wurde er einstimmig zum Nachfolger von Helmut Auf der Springe gewählt, der dieses Amt seit der Gründung am 19. April 2005 innehatte.

Nach der Verlesung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung im Jahre 2019 durch Schriftführer Dirk Nondorf berichtete die stellvertretende Vorsitzende Martina Martens über die beiden Geschäftsjahre 2019 und 2020: „Diese beiden Geschäftsjahre haben wir als Förderverein durch die noch immer anhaltende Pandemie als unkalkulierbares und einschneidendes Ereignis wahrgenommen. Die Vereinsarbeit ist dadurch fast vollständig zum Erliegen gekommen.“ Eines der wichtigsten Ziele sei die Förderung der Jugendfeuerwehr gewesen. „Sie genießt“, so Martens, „dank ihrer guten Arbeit in Schermbeck einen ausgezeichneten Ruf, der auch erfreulicher Weise die Mädchen und jungen Frauen erreicht hat.“

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Zur Jugendfeuerwehr gehören derzeit 20 Jugendliche, zu denen fünf Mädchen zählen. Die Jugendarbeit war so erfolgreich, dass in den letzten beiden Jahren sechs Jugendfeuerwehrleute in den aktiven Dienst der drei Löschzüge in Altschermbeck, Gahlen und Schermbeck übernommen wurden.

Über die finanzielle Unterstützung der Feuerwehr berichtete Kassierer Heinz-Günther Draeger. Spenden in Höhe von 9070 Euro machten es in den Jahren 2019 und 2020 möglich, Sweatshirts für die Jugendwehr zu kaufen und die Fahrt der Jugend mit dem Bus zum Phantasialand zu bezahlen. Festzelt-Garnituren konnten ebenso finanziert werden wie Abdeckungen für die Funkgeräte und Poloshirts für die drei Löschzüge.

Im Rahmen der Vorstandswahlen wurde Sebastian Kiekenbeck für vier Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Der 38-jährige Industriekaufmann, der seit 18 Jahren in Schermbeck wohnt, ist Mitarbeiter der Schermbecker Niederlassung der Firma Beck & Co. Industriebedarf. „Es ist eine gemeinnützige Arbeit, die uns alle betrifft. Da sind wir alle gefragt“, begründete Kiekenbeck seine Kandidatur.

Die stellvertretende Vorsitzende Martina Martens wurde ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie der Kassierer Heinz-Günther Draeger. Ulrich Stiemer und Hubert Große-Ruiken wurden zu Kassenprüfern gewählt. Zu den ersten Aufgaben des neuen Vorstands gehörte die Verabschiedung Helmut Auf der Springes. „Ich halte es für wichtig, dass Kindern eine feste gesellschaftliche Orientierung gegeben wird“, hatte Auf der Springe im Jahr 2005 als eine seiner zentralen Motivationen zur Übernahme der Vereinsleitung genannt.

Für die Gründung des Fördervereins gab es vor 16 Jahren einen wichtigen Grund. Der zunehmende Geldmangel in der Kommunalkasse führte dazu, dass über die Pflichtausgaben hinaus von der Gemeinde kaum noch zusätzliche Ausgaben für die Feuerwehr getätigt werden konnten. „Wir müssen uns selbst helfen“, gab deshalb die Feuerwehr als Devise aus.

Aus den 51 Mitgliedern am Gründungstag wurden inzwischen 227 Mitglieder. Der Jahresbeitrag blieb unverändert bei zwölf Euro. Um Spendenbescheinigungen ausstellen zu können, wurde sofort die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Wesel beantragt. Als gemeinnütziger Verein hat der Förderverein bislang regelmäßig viel Geld für die in der Satzung ausgewiesenen Zwecke zur Verfügung gestellt.

Die Förderung und Pflege der Traditionen innerhalb der Feuerwehr hat der Förderverein gerne übernommen. Dazu gehörten Tagestouren mit der Alters- und Ehrenabteilung ebenso wie ein Dankeschön-Abend für die Frauen der Wehrleute. Der in der Satzung festgeschriebenen Darstellung der Arbeit der Feuerwehr kam der Förderverein bei den Jubiläen der Löschzüge und an Ständen an der Mittelstraße nach. Finanziell unterstützt der Förderverein die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen und die Brandschutzaufklärung der Bevölkerung.

Von Johannes Ruloff gab es im Punkt „Verschiedenes“ die Anregung, den bestehenden Jahresbeitrag von zwölf Euro zu erhöhen. Darüber soll in der nächsten Jahreshauptversammlung entschieden werden.