Wesel: FDP gibt alles: Rösler bei Kiesindustrie

Wesel: FDP gibt alles: Rösler bei Kiesindustrie

"Hallo, Philipp, schön Dich zu sehen." Bernd Reuther, der FDP-Landtagskandidat im Wahlkreis Wesel III, ist per Du mit dem Bundeswirtschaftsminister.

Wenig später ließen sich Philipp Rösler und Reuther Arm in Arm von FDP-Fraktionschef Friedrich Eifert für die Annalen der Weseler Liberalen ablichten. Es war kein Zufall, dass der ranghohe Berliner Politiker und FDP-Bundeschef gestern auf Vertreter der Weseler Kiesindustrie traf. Denn die Liberalen stehen Seite an Seite mit dem niederrheinischen Traditionsgewerbe, das seit über 100 Jahren im Kernland der Kies- und Sandindustrie abbaut und sich durch die Landespolitik in ihrer Existenz bedroht sieht. Rösler sagte: "Wir wollen Wachstum, wir bekennen uns zur Industrie. Die braucht Rohstoffe, und wir wollen auch langfristig inländische Rohstoffgewinnung."

Dies fand Gefallen bei den Vertretern der zwei (von vier) erschienenen Weseler Kiesunternehmen mit Michael Schulz, Geschäftsführer der Hülskens-Holding, und Michael Holemanns von der Holemanns-Gruppe an der Spitze. Schulz betonte, dass die regional verwachsenen Auskieser viel für die Renaturierung täten. Er beklagte nicht nur die "Wettbewerbszerstörung" durch den geplanten Kies-Euro nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch die darniederlegende Gesprächskultur mit Teilen der Landesregierung. Besonders "Stimmungsmache" wie "Raubbau" und "Zukunftsimperialismus" , in Wesel vom wahlkämpfenden Umweltminister Remmel (Grüne) der Kiesindustrie bescheinigt, seien unbegreiflich.

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Auch festgezurrte Regeln, die etwa Auskiesung und Deichneubau in Bislich-Vahnum verhindern, seien extrem hinderlich. Rösler sagte: "Wir brauchen solide Branchen wie beim Kies. Begriffe wie Raubbau finden bei der FDP nicht statt."

(RP/url/jul)