Hamminkeln: Farbenpracht auf Gut Grenzenlust

Hamminkeln : Farbenpracht auf Gut Grenzenlust

Es ist Herbst im Park von Gut Grenzenlust. Die zahlreichen Ahornbäume im acht Hektar großen Arboretum versprühen mit gelben und roten Blättern an der Issel einen Hauch von Indian Summer. Samstag und Sonntag können Besucher das Farbspiel der Natur genießen.

Die Morgensonne fällt auf das vom Tau feuchte Gras und zaubert einen zauberhaften Glanz in den Garten von Gut Grenzenlust, der ein stattlicher Park ist. Das gelbe und rote Laub der Ahornbäume leuchtet zwischen noch begrünten Kronen der mächtigen Eichen auf. "Indian Summer" kommt dem Besucher spontan in den Sinn. Für viele Gartenfreunde ist der Herbst neben dem Frühling die schönste Jahreszeit. Auch Harald Schmitz zählt sich dazu. "Ich mag den Herbst sehr. Es ist schön zu erleben, wenn das Jahr zu Ende geht. Aber ich liebe auch die Zeiten des Aufbruchs", sagt Schmitz.

Botanische Raritäten

Mitte der 80er Jahre hat sich der einstige Banker aus Berlin auf dem Familienbesitz zwischen Issel und Mühlenbach niedergelassen. Gut Grenzenlust, das Elternhaus seiner Mutter, kennt er seit Kindertagen. 1990 begann Schmitz auf dem dreieckigen Areal mit der Anlage eines Arboretums. Dabei handelt es sich um eine Sammlung verschiedenartiger, oft exotischer Gehölze. In zwanzig Jahren hat der Gartenliebhaber eine reichhaltige Sammlung mit manchen botanischen Raritäten kultiviert. Das wundschön gelegene, ausladende grüne Areal entfaltet das ganze Jahr über stets wechselnden Zauber.

Die parkähnliche Anlage mit imposanten Alleen, lockeren Baum- und Gehölzbeständen, Beeten und Teichen erstreckt sich auf einer Fläche von etwa acht Hektar. Allein 35 verschiedene Ahornarten sind hier zu finden, die jetzt im Herbst ihr buntes Farbenspiel zeigen. Dazwischen mischen sich leuchtend rote Blätter von Pfaffenhütchen, große Blütenpolster von Herbstastern in zartem Lila und rosa Alpenveilchen, die ihre Köpfe dicht am Boden recken.

Das blasse Rosa der Rispen-Hortensien korrespondiert mit dem welkenden Laub der Stauden. Verschiedene Gräser und Farne zeigen eine Vielfalt der Blattformen und Grüntöne. "Diese Kraft in der Natur zu erleben, das sind Beobachtungen, die einem Freude machen", sagt Schmitz.

Flinke Schneckenvertilger

Gerade marschiert eine Gruppe Laufenten quer über den Rasen. Die aufmerksamen und flinken Tiere gelten als gute Schneckenvertilger und sind der beste Schutz für die noch jungen Pflanzen. Die gewaltigen Eichen und Buchen kümmert das kaum. Sie haben ganz anderen Angriffen standgehalten. In ihren Stämmen stecken noch die Granatsplitter aus dem letzten Krieg. Einige sind bei Stürmen in den letzten Jahren umgestürzt und mussten weichen.

Wo Leben ist, gibt es keinen Stillstand. Im Winter, wenn die Natur zur Ruhe gekommen ist, werden auf Gut Grenzenlust schon wieder Pläne geschmiedet. Das nächste Frühjahr kommt bestimmt.

(krsa)