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Kommentar: Falscher Ansatz

Kommentar : Falscher Ansatz

Das Bestreben von Sabine Weiss, die AfD stärker ins Visier zu nehmen, ist ein politisch-emotional verständliches Anliegen. Die AfD hat den schrumpfenden Volksparteien CDU und SPD Wähler genommen. Es stellt sich die Frage, wie diese Wähler zurückgeholt werden können. Wenn nun aber alle Parteien öffentlichkeitswirksam ein Bündnis schmieden, dann droht dieser Versuch nach hinten loszugehen. Beim AfD-Wähler würde dies nur den Eindruck einer Politik verstärken, bei der die etablierten Parteien gemeinsame Sache immer dann machen, wenn ihre Existenz auf dem Spiel steht. Richtiger wäre, dass die Parteien jede für sich ihr Profil inhaltlich schärfen, Voraussetzungen für die Integration der Flüchtlinge schaffen, die Innere Sicherheit gewährleisten, auch kritisch zu begleiten, wo sich die AfD dem Rechtsextremismus nähert. So begegnet man der AfD wirkungsvoll.

Ihre Meinung? Schreiben Sie! Sebastian.Peters@Rheinische-Post.de

(RP)