Eyländer Weg: Radwegsperre wird jetzt bewacht

Eyländer Weg : Radwegsperre wird jetzt bewacht

Die Sperrung des Eyländer Wegs sorgt weiter für Ärger. Beschilderung soll helfen.

Der Streit um die Vollsperrung auf der Bislicher Insel spitzt sich weiter zu. Der Deichverband Xanten-Duisburg beklagt, dass die Absperrung am vergangenen Wochenende erneut beschädigt wurde. Demnach haben Unbekannte den Bauzaun mit Bolzenschneidern durchtrennt. Außerdem hätten die Täter an einem Baustellenfahrzeug einen Reifen aufgeschlitzt, sagte Deichverbands-Geschäftsführer Berthold Schwenke am Dienstag unserer Redaktion. Ab Mittwoch werde deshalb eine private Sicherheitsfirma die Baustelle auf der Bislicher Insel bewachen. Es würden auch Kameras und Lautsprecher installiert, um mutmaßliche Täter direkt ansprechen zu können.

Vor knapp zwei Wochen hat die Sanierung der Göt-Schleuse begonnen. Deshalb können Fahrradfahrer den Eyländer Weg aktuell nicht nutzen (wir berichteten). Bei vielen Radfahrern führt dies zu Unmut, teilweise haben sie die Sperrung schon durchbrochen. Die Stadt Wesel hat nun in Absprache mit der zuständigen Stadt Xanten weitere Schilder, die auf die Sperrung hinweisen, aufstellen lassen, wie die Verwaltung am Dienstag mitteilte. So sollen Radfahrer früher über die zehn Kilometer langen Umwege informiert werden.

Die Umleitung wird dahingehend erweitert, dass auf Weseler Stadtgebiet am Radweg Schillstraße/Ecke Südring, an der Radwegverbindung Schillstraße zum Stahlsweg und an der Fähre „Kehr tröch“ auf Bislicher Seite weitere Schilder angebracht werden. Dabei sind die zusätzlich zu fahrenden Streckenkilometer mit angegeben. Das Naturschutzzentrum und das Auen-Cafe auf der Bislicher Insel seien weiterhin erreichbar, betonte die Weseler Verwaltung.

Die Absperrung ist in den vergangenen zwei Wochen schon mehrfach durchbrochen und beschädigt worden. Die Baufirma habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet, sagte der Deichverbands-Geschäftsführer. Er wisse von Radfahrern, die die Absperrung wissentlich missachteten. „Sie sind dann für die Konsequenzen selbst verantwortlich.“ Ausflügler und Anwohner fordern eine Behelfsbrücke auf dem Elyänder Weg, um die Baustelle umfahren zu können. Sie kritisieren, dass die Göt-Schleuse im Mai und Juni saniert wird, also in der Radfahrsaison.

(RP)
Mehr von RP ONLINE